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Kultureller Vielfalt auf der SpurWurzeln erinnern und Zukunft gestalten

Kultureller Vielfalt auf der SpurWurzeln erinnern und Zukunft gestalten

Saarlouis/Dillingen. "Wurzeln erinnern - Zukunft gestalten" lautet das Motto, unter dem das Projekt "Trialog der Kulturen" der Herbert Quandt-Stiftung dieses Jahr steht. 22 Schulen aus fünf Bundesländern haben sich beworben. Aus dem Saarland sind vier Schulen dabei, darunter das Gymnasium am Stadtgarten Saarlouis (SGS) und die Sophie-Scholl-Gemeinschaftsschule (SSG) Dillingen. Während dem einjährigen Projekt sollen die Schüler ihre religiöse und interkulturelle Kompetenz weiterentwickeln und Vorurteile gegenüber andersgläubigen Mitmenschen abbauen. Seit 2005 schreibt die Stiftung jährlich den Wettbewerb aus, um zur besseren Verständigung von Juden, Christen und Muslimen in Deutschland beizutragen. Die Schulen erhalten ein Startgeld in Höhe von 3500 Euro, um ihre Projektidee realisieren zu können.Im Fokus steht bei den Projektleitern am SGS vor allem die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des Nationalsozialismus. Grundlage hierfür ist das Buch "Sós kávé/Salziger Kaffee", eine Sammlung von Augenzeugenberichten ungarischer Jüdinnen. Fächerübergreifend setzen sich die Schüler des SGS mit den Themen Antisemitismus, Rassismus und dem Holocaust auseinander. "Den Schülern werden ihre eigenen sozio-kulturellen Prägungen bewusst und so können sie diese auch kritisch reflektieren", sagt Christian Lanyi, einer der Projektverantwortlichen am SGS. Auch der Dialog mit der Partnerschule des SGS, dem Deutschen Nationalitätengymnasium Budapest, soll dazu beitragen.

Saarlouis/Dillingen. "Wurzeln erinnern - Zukunft gestalten" lautet das Motto, unter dem das Projekt "Trialog der Kulturen" der Herbert Quandt-Stiftung dieses Jahr steht. 22 Schulen aus fünf Bundesländern haben sich beworben. Aus dem Saarland sind vier Schulen dabei, darunter das Gymnasium am Stadtgarten Saarlouis (SGS) und die Sophie-Scholl-Gemeinschaftsschule (SSG) Dillingen. Während dem einjährigen Projekt sollen die Schüler ihre religiöse und interkulturelle Kompetenz weiterentwickeln und Vorurteile gegenüber andersgläubigen Mitmenschen abbauen. Seit 2005 schreibt die Stiftung jährlich den Wettbewerb aus, um zur besseren Verständigung von Juden, Christen und Muslimen in Deutschland beizutragen. Die Schulen erhalten ein Startgeld in Höhe von 3500 Euro, um ihre Projektidee realisieren zu können.Im Fokus steht bei den Projektleitern am SGS vor allem die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des Nationalsozialismus. Grundlage hierfür ist das Buch "Sós kávé/Salziger Kaffee", eine Sammlung von Augenzeugenberichten ungarischer Jüdinnen. Fächerübergreifend setzen sich die Schüler des SGS mit den Themen Antisemitismus, Rassismus und dem Holocaust auseinander. "Den Schülern werden ihre eigenen sozio-kulturellen Prägungen bewusst und so können sie diese auch kritisch reflektieren", sagt Christian Lanyi, einer der Projektverantwortlichen am SGS. Auch der Dialog mit der Partnerschule des SGS, dem Deutschen Nationalitätengymnasium Budapest, soll dazu beitragen.

Die beiden Schulen werden im Januar gemeinsam ein Theaterstück aufführen. Das Drehbuch wird mit Hilfe der Lektüre "Salziger Kaffee" im Deutschunterricht geschrieben und im Darstellenden Spiel umgesetzt. Im Januar wollen sich beide Schulen in Bayern in der Nähe der Gedenkstätte KZ Flossenbürg treffen, um gemeinsam zu proben. In den Fächern Musik und Kunst gestalten die Schüler das Bühnenbild und die musikalische Begleitung.

Einen Raum der Stille wollen die Lehrer und Schüler an der Sophie-Scholl-Gemeinschaftsschule einrichten. Es soll ein Ort für Feiern, Andachten und Meditationen werden, ein Ort der Begegnung, wie ihn die Projektleiter des SSG bezeichnen. In mehreren Fächern arbeiten Schüler aus allen Klassenstufen an der Umsetzung. Im Fach Arbeitslehre basteln die Schüler Heimatkisten, gefüllt mit persönlichen Gegenständen und Erinnerungsstücken der Großeltern. Mit dem Schreiben von Heimatheften im Fach Deutsch setzen sich die Kinder aktiv mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Religionen auseinander. Auch in den Fächern Musik, Religion und Gesellschaftswissenschaften beschäftigen sich die Schüler mit der Frage "Wo sind meine Wurzeln?" und erkunden die Vielfalt der Kulturen.

Projektleiterin Anne Wilhelm erhofft sich, dass die Kinder durch die Mitarbeit an dem Projekt "ihre Augen und Herzen für ihre Mitmenschen öffnen", sagt sie.

Wo sind meine Wurzeln? Schülerinnen und Schüler der Sophie-Scholl Schule zeigen auf einer Karte ihre Herkunftsländer. Fotos: Sara Lonsdorfer

Als Gewinnsumme hat die Herbert Quandt-Stiftung 60 000 Euro ausgeschrieben. Die Präsentation der Projekte erfolgt im Januar.