| 20:57 Uhr

Kübel vertreiben Autos aus Parkverbot

Mit den Blumenkübeln soll das Parken bis in den Kreisel verhindert werden. Die beiden Kästen am Rücken der Telefonzelle sollen an einen anderen Platz kommen.Fotos: Klaus Kaup
Mit den Blumenkübeln soll das Parken bis in den Kreisel verhindert werden. Die beiden Kästen am Rücken der Telefonzelle sollen an einen anderen Platz kommen.Fotos: Klaus Kaup
Dillingen. Klaus Kaup kritisiert Regelung in der Dillinger Weinligstraße. Stadt verweist auf Verkehrsgefährdung. Mathias Winters

"Schnell gehandelt, aber zu kurz gedacht", tadelt der Dillinger Klaus Kaup den Bürgermeister der Hüttenstadt. Sein Anliegen sei der Stadtverwaltung bekannt und mit ihm persönlich erörtert worden, lässt Bürgermeister Franz-Josef Berg wissen. Eingesehen hat Kaup es allerdings nicht.


Das ist geschehen: Um das Parken und Halten auf dem Bürgersteig vor der Firma Bosch und dem ehemaligen Kaufhaus Fabry in der Dillinger Weinligstraße zu unterbinden, hat die Stadt Blumenkübel aufstellen lassen. Kaup findet daran "zu kurz gedacht", dass dort ein Be- und Entladen nicht mehr möglich sei, und überdies zwei so genannte Postverteilerkästen, von denen Postboten ihre Sendungen abholen, nicht mehr angefahren werden könnten. Kaup sagt, er habe schon gefährliches Parken beobachtet. Er denkt, hier sollte ein eingeschränktes Halteverbot ausgesprochen werden, das Be- und Entladen wieder ermöglicht.

"Mag gut klingen, ist aber keine Lösung", lässt sich zusammenfassen, was Berg dazu mitteilen lässt. Da war zunächst der Auslöser für das Aufstellen der Blumenkübel: Dauerparken und Gefährdung von Fußgängern, Radfahrern und anderen Autofahrern. Berg: "Die Stadt musste handeln, denn Kontrollen und Ermahnungen haben keinen Erfolg gehabt." Für die Postverteilerkästen soll schnell eine andere Lösung gefunden werden. Und zum Parken verweist Berg auf den Weinlig- und den Odilienplatz. Der Beschwerdeführer hält es zwar tendenziell für eine Zumutung, Kunden dorthin zu schicken. Doch der Bürgermeister nennt den Weinligplatz auf der anderen Straßenseite der weggefallenen Parkplätze und den kaum 100 Schritte entfernten Odilienplatz nah genug gelegen, "um Be- und Entladen zumutbar zu machen".