Dillingen Umbauarbeiten am TG BBZ Dillingen sind fertig

Dillingen · Die modernisierte Werkhalle und ein neuer Verwaltungsbau sind jetzt eingeweiht worden.

 Die modernisierte Werkhalle und der neue Verwaltungsbau am TG BBZ Dillingen sind eröffnet. Unter anderem mit dabei: Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (Vierte von rechts), Landrat Patrik Lauer (Vierte von links), Schulleiter Werner Thiel (Erster von rechts), der Kreisbeigeordnete Dietmar Bonner (Fünfter von links) sowie die Kreistagsmitglieder Walter Klein (Fünfter von rechts) und Petra Bock (Dritte von rechts).

Die modernisierte Werkhalle und der neue Verwaltungsbau am TG BBZ Dillingen sind eröffnet. Unter anderem mit dabei: Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (Vierte von rechts), Landrat Patrik Lauer (Vierte von links), Schulleiter Werner Thiel (Erster von rechts), der Kreisbeigeordnete Dietmar Bonner (Fünfter von links) sowie die Kreistagsmitglieder Walter Klein (Fünfter von rechts) und Petra Bock (Dritte von rechts).

Foto: Landkreis Saarlouis/David Nicola Schmitt​

Drei Jahre lang wurde geplant, gehämmert und gebohrt – nun sind die Bauarbeiten am Technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrum (TG BBZ) in Dillingen abgeschlossen. Entstanden sind dabei eine rundum modernisierte Werkhalle sowie ein neuer Verwaltungsanbau, wie der Landkreis Saarlouis in seiner Mitteilung hierzu erläutert. In die Jahre gekommene Arbeitsbereiche und steigende Schülerzahlen machten die An- und Umbauten notwendig, heißt es zum Hintergrund der erfolgten Arbeiten. Vor Ort kamen kürzlich Gäste aus Politik, Wirtschaft, den benachbarten Schulen und den beteiligten Behörden zusammen, um die neuen Räumlichkeiten gemeinsam zu eröffnen.

Rund 6,2 Millionen Euro hat das gesamte Vorhaben gekostet. Etwas mehr als die Hälfte der Großinvestition wurde durch Mittel aus Zuwendungsprogrammen wie der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) oder dem Zukunftsenergieprogramm kommunal (ZEP-kommunal) abgedeckt. Die restliche Finanzierung übernahmen das Land und der Landkreis Saarlouis.

Christine Streichert-Clivot, Ministerin für Bildung und Kultur, begründete ihre Unterstützung wie folgt: „Die anhaltend große Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften ist ein Beleg für die Wertschätzung und Anerkennung der beruflichen Bildung. Der Strukturwandel, die Transformation sowie die Digitalisierung und Globalisierung von Arbeitsprozessen stellen hohe Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften.“

Und weiter führte die Ministerin aus: „Mit dem Pakt für berufliche Schulen leisten wir als Kultusministerkonferenz mit anderen Bildungsakteuren einen Beitrag zur Stärkung und Weiterentwicklung der beruflichen Schulen. Im Saarland fördern wir Modernisierungsmaßnahmen an den Berufsbildungszentren mit Mitteln zur ‚Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur‘ und mit Landesmitteln. Der Um- und Neubau des TGBBZ Dillingen ist ein hervorragendes Beispiel für die gelungene Zusammenarbeit zwischen Land und Landkreis.“

Und Landrat Patrik Lauer ergänzte aus der Perspektive des Landkreises Saarlouis: „Wir müssen die besten Fachkräfte vorhalten, um im Wettbewerb konkurrenzfähig zu sein. Insbesondere mit Blick auf den Strukturwandel und die Nachgewinnung von hoch qualifiziertem Personal spielen unsere Kompetenzzentren am TG BBZ Dillingen eine ganz entscheidende Rolle“.

Rund drei Viertel des investierten Gesamtbetrages flossen in die Umgestaltung der Werkhalle. Diese ist auch denjenigen Schülerinnen und Schülern zugänglich, die den schulischen Teil ihrer Ausbildung in umliegenden Bildungseinrichtungen absolvieren. Vom Holz- über den Metallbau bis hin zu einer Werkstatt für die Kfz-Mechatroniker sind hier vielfältige Arbeitsbereiche zum Erlernen und Schärfen unterschiedlicher beruflicher Kompetenzen angesiedelt. Schulleiter Werner Thiel nannte die Lernstätte in seiner Begrüßung „ein Zentrum, das die Fachkräftegewinnung voranbringt“.

Die Umbauarbeiten in der 1974 errichteten Halle waren umfassend: Unter anderem wurden die einzelnen Arbeitsbereiche räumlich voneinander abgetrennt, um so eine gegenseitige Belastung durch Lärm und Staub weitestgehend zu minimieren. Im Zuge dessen wurde das hallenbezogene Lüftungs- und Heizungssystems in ein raumbezogenes umkonstruiert und die Fenster im Gebäude ersetzt. Brandschutz- und Digitalisierungsmaßnahmen sowie die Umgestaltung der Sanitär- und Umkleidebereiche waren ebenfalls Teil der Arbeiten.

Große Veränderungen gab es auch im Bereich der Ausstattung: Mit einer Vielzahl an neuen Maschinen und Anlagen will man den Anforderungen an eine moderne Ausbildung gerecht werden. Zu den Highlights zählen beispielsweise ein voll ausgestatteter Laborraum für digitale Messtechnik sowie ein neues Schulungsfahrzeug für die Autowerkstatt, an dem der Umgang mit Fahrassistenzsystemen erlernt werden kann. Letzteres wurde gesondert im Zuge einer sogenannten Efre-Förderung (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) beschafft und fügt sich nun nahtlos in die renovierte Lernstätte ein.

Auch wenn die modernisierte Werkhalle im Zentrum der gemeinsamen Begehung stand, wurde gleichzeitig auch der neue Verwaltungsanbau erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Notwendigkeit der räumlichen Vergrößerung ergab sich aus den steigenden Zahlen der Lernenden – und somit auch der Lehrenden und des Verwaltungspersonals.

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