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Kita
Kita St. Johann Dillingen neu und größer

Pastor Gerhard Jacob segnete die Kreuze für die neuen Räume ein.
Pastor Gerhard Jacob segnete die Kreuze für die neuen Räume ein. FOTO: Merkel Carolin / Carolin Merkel
Dillingen. Nach langer Wartezeit haben Kinder und Erzieherinnen die neue Kita St. Johann eingeweiht — ein großes Fest für alle. Von Carolin Merkel

„Wir feiern heut ein Fest“, verkündeten die Jungen und Mädchen der Kindertagesstätte St. Johann am Freitag gut gelaunt. Und, auch wenn es an der ein oder anderen Stelle noch ein bisschen nach Baustelle aussieht, so haben die 119 Kindergarten- und elf Krippenkinder ihre alte und neue Einrichtung in der Kerlinger Straße längst in Beschlag genommen.


Standortleiterin Natalie Wallendorf-Scherer führte durch die neuen Räume: Die Erleichterung, dass der Betrieb in der teils neu errichteten teils sanierten Kita läuft, ist ihr anzumerken – die Zeit des Wartens war lang. Hell und freundlich ist es geworden in der gesamten Einrichtung, nicht zuletzt wie in der Turnhalle, die auch bald fertig sein soll, durch große Fenster.

Auch die Erzieherinnen haben ihre eigenen Räume. „Als die Nachfrage nach Ganztagsplätzen immer weiter stieg, sind die Erzieherinnen zu den Besprechungen in die Gruppenräume ausgewichen, haben ihren Raum zum Bistro umfunktioniert“, erinnerte Dorothee Roos von der Gesamtleitung der Kita gGmbH. Alles in allem, den Anforderungen konnte das Gebäude, in dem nun die größte Kita in der Hüttenstadt untergebracht ist, nicht mehr gerecht werden. Insgesamt hat die Maßnahme, bei der zu den bestehenden 590 Quadratmetern noch einmal 570 Quadratmeter neue Räume geschaffen wurden, rund 2,45 Millionen Euro gekostet. Beteiligt an den Kosten haben sich der Bund, das Land und die Stadt Dillingen.



Hier dankte Bürgermeister Franz-Josef Berg seinen Stadtratsmitgliedern, die bei der Entscheidung, die Kita St. Johann zu erweitern, mitgegangen sind. „Es ist eine schöne, helle und freundliche Einrichtung geworden, da wäre ich gerne noch einmal Kind“, sagte er. Berg betonte aber auch, dass die lange Wartezeit von den Planungen bis zur Realisierung nicht zu Lasten der Stadt gehe, sondern auf das Konto derer, die lange auf die Zuschüsse haben warten lassen.

Vor allem die Schaffung von Krippenplätzen stand im Mittelpunkt. Eine Gruppe hat ihren Betrieb am 1. März aufgenommen. Wallendorf-Scherer betonte, dass es noch Platz für eine zweite Krippengruppe mit elf Kindern gibt, die, wenn die Nachfrage besteht, recht schnell eingerichtet werden kann. Der Raum im Altbau ist dafür vorgesehen. „Wir wären froh, wenn es Eltern gäbe, die hier ihren Bedarf anmelden würden“, sagte sie.

Mit einem großen Fest wollen Erzieherinnen und Kinder im September die Fertigstellung mit vielen Gästen groß feiern, bis dahin soll auch das Außengelände ohne Bauzaun zum Spielen einladen.