Kirmes-Montag-Konzert in Diefflen mit Sängerwettstreit: Gruppe von Masurek siegt

Kirmes-Montags-Konzert : Am Kirmesmontag ist Sängerwettstreit

Der Männerchor 1874 Diefflen hatte wieder zu seiner Traditionsveranstaltung eingeladen.

Eine neue Variante des Sängerwettstreits erlebten die Zuhörer am Montagmorgen in dem mit rund 280 Personen ausverkauften Gemeindehaus Diefflen. Nahezu drei Stunden lang unterhielten zwei Vereine ein Publikum, welches das vielfältige Programm immer wieder mit viel Applaus belohnte.

Das Kirmes-Montag-Konzert veranstaltet traditionsgemäß der Männerchor 1874 Diefflen. Ein alljährlich beliebter Gast sind dabei die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Piano Forte Diefflen. Unter Leitung von Dirigent Josef Krämer brachten sie moderne Popsongs zum Klingen, Schlagermelodien und Marschmusik. Darunter den beliebten Steigermarsch und als Zugabe den Fliegermarsch. Die Ambosspolka hatte Krämer zuvor schlagkräftig mit zwei Hämmern auf einem massiven Amboss begleitet.

Der Männerchor 1874 amüsierte mit bekannten Gassenhauern der „Comedian Harmonists“. Darunter der berühmte „kleine grüne Kaktus“ und „Veronika, der Lenz ist da“. Die Leitung hatte der neue Dirigent Timo Thiel, am Klavier begleitete sie Florian Schwarz.

Später wagten sich die rund zwei Dutzend Sänger an Liedgut wie „An Tagen wie diesen“ und „80 Millionen“. Und überzeugten auch damit ihre Zuhörer. Den Abschluss machten sie neben anderen Titeln mit dem „Jägerchor“ aus dem „Freischütz“ sowie dem „Matrosenchor“ aus Wagners „Der fliegende Holländer“.

Ausgezeichnet für 25 Sangesjahre wurde Willi Pütz. Für 60 Jahre im Männerchor Diefflen erhielt Franz-Josef Weirich eine Urkunde des Deutschen Chorverbandes.

Vier große gelbe Kartons hatten davor auf der Bühne bereitgestanden. Denn anders als in den Vorjahren kamen die Teilnehmer am Sängerwettstreit nicht schon als fertig zusammengestellte Gruppen auf die Bühne. Sie wurden vor den Augen des Publikums durch die Ziehung von blauen und orangefarbenen Bällen ermittelt. Das Pflichtlied war für beide Chöre „Stimmt ein in unser Lied“. Das Wahllied wurde wiederum aus einem Karton gezogen. Die Truppe von Günther Mohr erhielt das Trinklied „Aus der Traube in die Tonne“, das Team um Johannes Masurek bekam das Volkslied „Pferde zu Vieren traben“. Auch die dreiköpfige Jury war leicht abgeändert. Für den erkrankten Walter Birk war kurzfristig der frühere Chorleiter von 1874 Diefflen, Andreas Hoffmann, eingesprungen. Dazu kamen die bewährten Preisrichter, Dekanatskantor Thomas Bernardy und der Chorleiter Ehrhard Seger. Bei jedem der Liedbeiträge schnitten die Sänger unter Masurek einen Tick besser ab. Zum Schluss hatten sie insgesamt 34,9 Wertungspunkte, die Gruppe Mohr kam auf 34,4 Punkte.

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