Kinder, lasst uns feiern!

Seit 25 Jahren existiert die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. Weltweit legt sie Standards zum Schutz der Kinder fest. Doch nicht überall werden diese Rechte auch umgesetzt. Darauf machte gestern der Tag der Kinderrechte in Pachten aufmerksam.

Lauthals sangen die Mädchen und Jungen in der Pachtener Römerhalle "Wir Kinder haben Rechte ". Zum 25-jährigen Bestehen der UN-Kinderrechtskonvention feierten über 400 Kinder gestern gemeinsam mit Elke Ferner , Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, den internationalen Tag der Kinderrechte . Initiiert vom Landesverband der Arbeiterwohlfahrt gab es über den Tag verteilt ein umfangreiches Spiel- und Spaßprogramm.

Spaß mit Eddi Zauberfinger

Ein Höhepunkt war der Auftritt von Liedermacher Dennis Ebert, auch bekannt als Eddi Zauberfinger. Beim Mitmach-Konzert wurden die Kleinen zu Zirkusartisten und zauberten den Bürgermeister auf einen Pflaumenbaum, weil der keinen Spielplatz bauen wollte. Am Stand der Landfrauen konnten die Kinder Gemüse und Obst erschmecken und ertasten, "um die Geschmäcker für gesundes Essen zu sensibilisieren", sagte Landfrau Judith Giese.

Inhaltlich etwas ernster ging es am Vormittag für die Schüler der benachbarten Römerschule und der Sophie-Scholl-Schule in Dillingen zu. Unter dem Motto "Tag der Kinderrechte - Noch viel zu tun" diskutierten sie in Workshops mit Vertretern von terre des hommes und des Adolf-Bender-Zentrums über die mangelnde Umsetzung des Kinderrechtes in vielen Regionen der Welt.

"Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass es weltweit vielen Kindern nicht gut geht und deren Rechte mit Füßen getreten werden", erklärte Insa Steinmeyer von terre des hommes. In einem Vortrag berichtete sie über das Leben von Straßenkindern: "Diese Jungen und Mädchen haben keinen geschützten Raum. Sie sind Gewalt, Drogen und Kriminalität hilflos ausgesetzt. Kaum ein Straßenkind geht in die Schule oder wird regelmäßig medizinisch versorgt." Auch ein Problem, auf das der Tag der Kinderrechte aufmerksam machen soll.

Und das klappte: "Ich wünsche mir, dass alle Kinder auf der Welt gesund sind und genug zu Essen haben", sagte die sechsjährige Lea-Marie. Für das kommende Weihnachtsfest wird sich dieser Wunsch wohl leider nicht erfüllen. Doch zumindest an seiner Umsetzung wird gearbeitet.