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Kommentar
Kein Geld mehr da für den Rand der Gesellschaft?

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Einfach mal einen Kaffee trinken gehen, raus aus der Wohnung, unter Menschen kommen – das ist für viele Leute finanziell nicht machbar. Wie soll man 2,90 Euro für einen Milchkaffee zahlen, wenn man nur vier Euro am Tag für Essen und Trinken hat?

Wer ab und zu an einem Freitag in Dillingen am Hoyerswerda-Platz vorbeikommt, sieht, wie viele Leute zur Tafel kommen, um sich und ihre Familien mit Lebensmitteln einzudecken. Geduldig warten dort, bei Regen und bei Hitze, Frauen, Männer, Alte, Kranke, Kinder auf die Ausgabe. Die ganz normale Armut, mitten unter uns.



Auch für sie war das Sozial-Café eine Anlaufstelle. Wie für Obdachlose, Süchtige und andere am Rand der Gesellschaft. Es macht wütend und traurig, dass gerade für diese wichtige Sozialarbeit, die ein Verein freiwillig und ehrenamtlich betrieben hat, nun einfach kein Geld mehr da ist.