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Eissporthalle Dillingen
Kaum neue Hoffnung für Eissporthalle

Im Januar 2017 stand die Eissporthalle in Dillingen mehrfach im öffentlichen Interesse. Erst scheiterte eine Zwangsversteigerung, dann wurde der Betrieb eingestellt – auch weil die Sicherheit gefährdet sein könnte.
Im Januar 2017 stand die Eissporthalle in Dillingen mehrfach im öffentlichen Interesse. Erst scheiterte eine Zwangsversteigerung, dann wurde der Betrieb eingestellt – auch weil die Sicherheit gefährdet sein könnte. FOTO: Bodwing / Johannes Bordwing
Dillingen. Klaus Meiser wollte sich für die Eishalle Dillingen stark machen. Neue Fakten brachte sein Vorstoß aber nicht. Von Mathias Winters

„Wirtschaftlicher Unsinn“ oder Hoffnungsschimmer für die Eissporthalle in Dillingen? Im Aktuellen Bericht des SR hatte Klaus Meiser, Präsident des Landessportverbands Saar (LSVS), unlängst einen Auftritt. Einerseits mochte er keinen Optimismus in Sachen erneuten Betriebs der Eishalle verbreiten. Eine Totalsanierung der Halle sei wirtschaftlich unsinnig. Zwei Millionen Euro könnte die verschlingen.


Andererseits sprach Meiser von nächsten Schritten, die Hoffnung machen könnten. Wenn nämlich für rund 100 000 Euro die Halle so weit in Stand gesetzt werden könne, dass sie wieder genutzt werden kann, dann solle das am LSVS nicht scheitern – wenn Stadt Dillingen und Betreiber mitspielten. Jene Summe hatte der Eigentümer der Halle genannt. Der LSVS-Präsident erklärte dem SR, in den kommenden zwei Wochen ausloten zu wollen, was geht, wenn die Untere Bauaufsicht beim Landkreis (UBA) Grünes Licht gebe. Wie viel Zuversicht für die fernere Zukunft Meisers weiterer Hinweis geben kann, muss sich zeigen. Er sagte nämlich, an einen Hallenneubau sei frühestens ab 2020 zu denken, wenn das Saarland nochmal investieren darf. Das ist weit weg. „Es kann eigentlich nur darum gehen zu schauen, wie eine Übergangszeit geregelt wird“, sagt Dillingens Bürgermeister Franz-Josef Berg. Er kann keine Zusage machen, dass die Stadt Geld für die Halle in die Hand nimmt. „Das muss der Stadtrat entscheiden.“ Ob die genannten 100 000 Euro genügen, vermag er nicht zu beurteilen. An Gesprächen werde er sich aber selbstverständlich beteiligen.

Mag sein, dass er dafür nicht allzu viel Zeit einplanen muss. „Das Gespräch ist in einer Minute gehalten“, kommentiert Landrat Patrik Lauer die aktuelle Debatte. Auch wenn es anderen reizvoll erscheine, den Ball der UBA zuzuspielen: Die Aufsichtsbehörde, die zum von ihm geführten Landratsamt gehört, könne hier gar nicht grünes Licht geben oder mitspielen. Lauer erinnert an den Januar 2017. Da hatte nach Hinweisen aus Dillingen die UBA die Dachkonstruktion der Halle in Augenschein genommen und den Eigentümer auf die Gefahr hingewiesen, dass die Statik der Dachkonstruktion möglicherweise nicht mehr in Ordnung sei. Der stellte daraufhin den Betrieb ein. „Seither haben wir nichts mehr von ihm gehört“, sagt Lauer. „Aber er müsste einen Ingenieur beauftragen, der die Statik prüft, und dann mit der UBA klärt, was zu tun ist.“ Insofern können auch weder UBA noch Landrat etwas zu den mutmaßlichen Kosten sagen.



Und wie verhält es sich mit der Aussicht auf 2020 folgende? Dazu gibt der Koalitionsvertrag der schwarz-roten Landesregierung tatsächlich einen Hintergrund. Darin bekennen sich beide Parteien zum Erhalt der Sport-Infrastruktur. Und dort wird nicht nur der Ludwigspark Saarbrücken sondern – wofür sich Lauer, wie er sagt, stark gemacht habe – auch die Eissporthalle Dillingen erwähnt.