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Jahresrückblick
Den Weg für neue Ansiedlungen geebnet

 Seine Premiere feierte im Sommer der Kunstsalon im Lockschuppen. Unser Bild zeigt Organisator Claus Gerorg Zöllner (re.) mit Künstlern aus Paris , Savoyen und Belgien.
Seine Premiere feierte im Sommer der Kunstsalon im Lockschuppen. Unser Bild zeigt Organisator Claus Gerorg Zöllner (re.) mit Künstlern aus Paris , Savoyen und Belgien. FOTO: Thomas Seeber
Dillingen. Das vergangene Jahr stand in Dillingen ganz im Zeichen des neuen Jahres und der Veränderung. Viele Weichen wurden beispielsweise in Sachen Stadtentwicklung gestellt.

Größere Umgestaltungen in der Innenstadt stehen Dillingen bevor: Nachdem die Stadt 2018 wie geplant das ehemalige Kaurisch-Gelände gekauft hat, wird dies nun vermarktet und dann neu bebaut. Auch das zentrale Gelände des Dillinger Kaufhauses soll 2019 komplett umgestaltet werden. Neben der weiteren Modernisierung der Stummstraße und der Neugestaltung des Odilienplatzes wird wohl auch die Hüttenwerkstraße ein neues Gesicht erhalten: Im November stellte ein Investor seine Pläne für das leerstehende Kino vor. Ab Sommer 2019 will er den traditionsreichen Komplex zum hochwertigen Boutique-Hotel umbauen.


Geschlossen bleibt hingegen die Eissporthalle; seit Januar 2017 wird sie schon zur Versteigerung angeboten. Eine neue Nutzung erfährt aber das Alte Schloss: Mitte Februar wurde bekannt, dass es dem Kunstverein Dillingen nicht mehr für Ausstellungen zur Verfügung stehen wird. Trauungen waren dort schon seit Anfang 2018 nicht mehr möglich. Das Unternehmen Dillinger als Eigentümer nutzt das Schloss nun für seine neue Innovationsabteilung.

Die Interkommunale Zusammenarbeit mit Wallerfangen hat Dillingen 2018 deutlich ausgebaut: Die Kommunen teilen sich künftig das Standesamt und einen Vollstreckungsbeamten. Die Zusammenarbeit bei der Grünschnitt-Annahme sorgte indes für Ärger. Weil Wallerfanger ihren Grünschnitt seit Mai gegen Gebühr zur Annahmestelle in Dillingen bringen können, haben Anlieger der Pachtener Heide eine Bürgerinitiative gegründet: Sie befürchteten starken Verkehr zur Dillinger Anlage.



Premiere feierte im Juli der Dillinger Kunstsalon. Der Wallerfanger Kunstorganisator Claus Zöllner eröffnete diesen im Lokschuppen, als erster Teil des neuen Kunstsommers Dillingen. Es folgten noch die Aufstellung größerer Skulpturen in der City und eine Ausstellung in der Stadthalle.

Neu ist auch der Inklusionsbeirat in der Stadt, der im Oktober seine Arbeit aufnahm. Zum 1. September eröffnete der EVS zudem in Dillingen sein neues großes Wertstoffzentrum.

Gefeiert wurden unter anderem die zehnte Ausgabe des Dillinger Tam Tam und 30 Jahre Städtepartnerschaft mit Hoyerswerda. Der dritte inklusive Gesangswettbewerb „EinKlang“  im Lokschuppen war wiederum ein voller Erfolg. Und Mitte November konnte sich Dillingen über die Auszeichnung als Fair-Trade-Stadt freuen; auch wenn zeitgleich der Faire Laden in der Stummstraße vorübergehend schließen musste.

Vorübergehend geschlossen war auch das Sozialcafé der Elternselbsthilfe Dillingen am Hoyerswerdaplatz. Im März konnte es wiedereröffnet werden, mit Unterstützung der Stadt und der Pfarreiengemeinschaft sowie durch Spenden. Doch im Dezember wurde bekannt: Der Verein kann den Treff nicht länger betreiben, es wird im Januar 2019 geschlossen.

Für Ärger bei Dillinger Eltern sorgte immer wieder der Personalmangel in den Kitas: Im Januar gab es in St. Maximin Pachten Elternprotest und Unterschriftensammlung, die Kita gGmbH als Träger konnte bis Sommer keine Einigung mit den Eltern finden. Auch in der Krippe des Kinderschutzbundes gingen Eltern auf die Barrikaden: Weil Erzieher fehlten, wurden dort kurzerhand die Öffnungszeiten verkürzt.

Mit Sorge nahmen viele Dillinger zur Kenntnis, dass die Polizeiinspektion in der Stadt im Zuge der Polizeireform im Land zu einem Revier abgestuft wurde.

Dunkle Wolken über Dillingen und Umgebung sorgten im Spätsommer wochenlang für Gesprächsstoff: Zwei Störfälle am Hochofen IV der Dillinger Hütte im August und September waren der Grund.

Ungewöhnlich früh stellte die Verwaltung schon Ende 2018 den Haushalt für 2019 fertig. Ob dieses Jahr jedoch mit dem alten oder einem neuen Bürgermeister zu Ende geht, wird sich bei der Wahl im Mai zeigen.