In Saarlouis fahren die e-Autos schon

In Saarlouis fahren die e-Autos schon

Saarlouis. Ein Jahr, nachdem die Jamaika-Koalition im Stadtrat von Saarlouis der Stadtverwaltung den Auftrag gab, sich an der Landesinitiative "e-mobil Saar" zu beteiligen, steht das Projekt. "E-Mobil Saar" wird auch in anderen saarländischen Kommunen vorbereitet. Im März wird das Land die Elektro-Autos offiziell in Gang setzen

Saarlouis. Ein Jahr, nachdem die Jamaika-Koalition im Stadtrat von Saarlouis der Stadtverwaltung den Auftrag gab, sich an der Landesinitiative "e-mobil Saar" zu beteiligen, steht das Projekt. "E-Mobil Saar" wird auch in anderen saarländischen Kommunen vorbereitet. Im März wird das Land die Elektro-Autos offiziell in Gang setzen. Das Projekt startete einst im Haus von Umweltministerin Simone Peter. Seit der Großen Koalition in Saarbrücken gehören Teile des Umweltressorts zum Wirtschaftsministerium. Minister Heiko Maas hat "e-Mobil Saar" übernommen und fortgeführt.

Unterdessen hat Saarlouis die Aufgabe bereits umgesetzt, wie der städtische Klimaschutz-Manager Horst Rupp erklärt. Am Bahnhof und am Kleinen Markt (neben C&A) sind je zwei Elektroautos stationiert. An den Stellplätzen befinden sich Steckdosen zum Aufladen der Batterien.

Wer zum Beispiel mit dem Zug ankommt und schnell zu einer Besprechung auf den Gau muss, steigt in das Auto um. Nach Rückkehr stellt er es auf dem selben Platz wieder ab.

Voraussetzung: Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und eine vorherige Registrierung. Die ist derzeit nur beim Portal "flinkster.de" möglich. Sie kostet einmalig 50 Euro. Damit hat mit in ganz Deutschland Zugang zu solchen Autos, aber auch zu anderen Transportmitteln wie Fahrrädern.

Nach dem offiziellen Start von "e-mobil Saar" werde eine Anmeldung auch über das Wirtschaftsministerium möglich sein, voraussichtlich für zehn Euro, sagt Rupp.

Die Fahrt kostet dann fünf Euro die Stunde und 18 Cent pro Kilometer.

Zum Start für die angemeldete Fahrt gibt es einen Code aufs Handy. Mit ihm lässt sich die Autotüre öffnen.

Gekostet hat das die Stadt fast nichts. Sie betrachte "e-mobil Saar" als Teil ihres Klimaschutzkonzeptes 2050, erklärt Rupp. 85 Prozent des Energieverbrauchs und des Kohlendioxids sollen eingespart werden.

Auch der politische Auftraggeber Jamaika ist zufrieden. "Wir finden das Konzept in Ordnung. Die Situierung der Parkplätze am Kleinen Markt erscheint uns allerdings suboptimal."

Auftanken am Kleinen Markt: zwei der vier e-Mobile für Anschlussfahrten an Zug oder Bahn in Saarlouis. Foto: Almut Zimmer.

Tim Flasche, Fraktionschef der CDU: Das Konzept sei weitgehend umgesetzt, "das begrüßen wir sehr. Als CDU-Saarlouis haben wir stets voll hinter dem von der alten Jamaika-Landesregierung beschlossenen Konzept gestanden. Wir sind froh, dass jetzt mal Schluss ist mit analysieren und diskutieren, sondern das Ganze tatsächlich losgeht. Ob die Standorte aber alle richtig gewählt sind, wird die Zeit zeigen. Gegebenenfalls werden wir da nachsteuern müssen."

Mehr von Saarbrücker Zeitung