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Im evangelischen Kindergarten Dillingen brennt die vierte Kerze

Adventsreihe : Die Kleinen der Kindertagesstätte Dillingen zünden die vierte Kerze an

Ein letztes Mal Freude auf die Ankunft des Christkinds und eines Weichnachtsmanns, der sich nicht erwischen lässt.

„An Heiligabend soll ich in mein Zimmer gehen und warten, bis ich eine Glocke höre“, erzählt die sechsjährige Helena, Vorschulkind in der evangelischen Kindertagesstätte in Dillingen. „Erst dann darf ich runtergehen und die Geschenke aufmachen.“ Die hat der Weihnachtsmann in der Zwischenzeit unter dem Christbaum platziert. Der möchte allerdings unerkannt bleiben, angeblich nimmt er nur zu den Eltern Kontakt auf. Das weckt Neugierde bei den Kindern. „Einmal hab ich mich bei der Treppe versteckt, um ihn zu ertappen“, verrät Helena. Bisher ist das noch nicht geglückt.

Bald ist es soweit, die Kinder haben die lange Zeit des Wartens tapfer überstanden. Die wurde ihnen aber auch gehörig versüßt: Letztens erst haben sie mit den Betreuern zusammen Ausgestochenes gebacken. Für Sophie, sechs Jahre, war die Nikolausfeier das Schönste an der Adventszeit. „Der Pfarrer Ufer hat dieses Jahr die Nikolausgeschichte vorgelesen“, erzählt sie. „Der kommt immer gut an bei den Kindern“, verrät die Erzieherin Jenny Michels.

Ein weiterer Höhepunkt war das Schmücken des Tannenbaums in der örtlichen Sparkasse. Dabei haben sich die Kinder ganz besonders ins Zeug gelegt, denn „in der Einrichtung steht kein Christbaum. Wir haben viele Nationen im Haus. Einige von ihnen feiern das traditionelle Weihnachtsfest gar nicht“, erklärt Michels. Alles in allem bietet die evangelische Kindertagesstätte in Dillingen 57 Plätze für Kinder ab drei Jahren, um die sich ein zehnköpfiges Team kümmert. Ihre Vorschule teilt sich in drei Gruppen: das Mal-, das Bau- und das Rollenspielzimmer. Bevor am Freitag die Ferien für die Kinder anfingen, stieg in jeder der Gruppen noch eine Weihnachtsfeier.

Bis dahin hat sie eine vorweihnachtliche Routine begleitet: Jeden Morgen zündeten sie mit den Betreuern die Kerzen am Adventskranz an, dann wurden gemeinsam Adventslieder gesungen. „Und jede Gruppe hat ihren eigenen Adventskalender“, weiß Helena zu berichten. An dem öffneten sich jedoch keine Türchen. Nein, er erzählte mit Symbolen und Figuren die Weihnachtsgeschichte. „Jeden Tag kam ein Teil dazu“, erzählt Michels. Schrittweise ging es auf die Jesuskrippe zu. „Und immer haben wir dazu den nächsten Teil der Weihnachtsgeschichte vorgelesen.“

Und was hoffen die Kinder dann an Heiligabend unter dem Baum zu finden? „Ich wünsch mir ein Playmobilschloss“, sagt Helena. Sophie wünscht sich ein Pferd. „Danach sehnt sie sich schon ganz lange“, erzählt Michels. Vielleicht ist es ja dieses Jahr soweit. Auf Pauls Wunschzettel steht eine Rennbahn, Michael hätte gerne ein Spielzeugauto vom Technischen Hilfswerk. „Ich wünsch’ mir ein schönes Kleid“, erzählt die fünfjährige Elin. „Und dazu ein Paar Klackerschuhe.“ Eine andere Bezeichnung für Schuhe mit hohen Hacken, wie die Mädchen erklären.

„Dass der Weihnachtsmann da war“, erklärt Sophie, „merkt man daran, dass der Keksteller leer gegessen ist.“ Der wurde vorher zur Stärkung für den Mann mit dem weißen Bart aus dem Norden rausgestellt – schließlich hat er noch eine lange Reise vor sich.