Hilfe für bedürftige Menschen

Weiskirchen. Seit 1979 gibt es den Förderkreis St. Jakobus Weiskirchen. War das damalige Ziel der Gründer, die Pfarrkirche bei der Renovierung zu unterstützen, so kamen in den folgenden Jahren viele Hilfsaktionen in Bolivien, Afrika, Polen, Ungarn und der Ukraine hinzu

Weiskirchen. Seit 1979 gibt es den Förderkreis St. Jakobus Weiskirchen. War das damalige Ziel der Gründer, die Pfarrkirche bei der Renovierung zu unterstützen, so kamen in den folgenden Jahren viele Hilfsaktionen in Bolivien, Afrika, Polen, Ungarn und der Ukraine hinzu. Der Förderkreis konzentrierte sich in den letzten Jahren auf die materielle Ausstattung von Altenpflegeheimen in Ungarn, auf die Unterstützung der ungarischen Minderheit in der Ukraine und um die komplette Renovierung und Einrichtung einer Schule in Vilok. Dort wurde aus einem einzigen Klassenraum eine große Schule aufgebaut, die zu den modernsten in der Ukraine gehört. Andere Organisationen, Erlöse aus Veranstaltungen sowie großzügige Spender haben mitgeholfen, dieses Schulprojekt aufzubauen. 70 Prozent der Schüler sind Roma-Kinder, die sonst keine Möglichkeit haben, eine Ausbildung zu erhalten. Auch ein Kinderheim in Rumänien wird seit Kurzem unterstützt.

Sieben Kleiderkammern, die von ehrenamtlichen Mitarbeitern der Caritas geleitet werden, unterstützt der Förderkreis. 130 Transporte wurden in 30 Jahren geleistet. "Die Abgabe von Bekleidung, Möbeln und Spielsachen geht zurück, die Anzahl der bedürftigen Personen und Organisationen allerdings nicht", bedauert Irene Michels, Vorsitzende des Förderkreises. Aus diesem Grund ist es ihr ein großes Anliegen, darauf aufmerksam zu machen, dass der Förderkreis nach wie vor auf Spenden angewiesen ist, die zu 100 Prozent dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

Mitglieder des Förderkreises fahren nach Ungarn, um sich von dem Einsatz der Hilfsmittel zu überzeugen. Mit dem Jugendherbergseltern Thomas und Marta Schmidt haben die Vorstandsmitglieder eine große Hilfe gefunden. Marta Schmidt ist Ungarin und wird als Dolmetscherin eingesetzt, wenn es zu Sprachproblemen oder Problemen beim Transport von Hilfsgütern kommt. "Das vereinfacht unsere Arbeit sehr", sagt Irene Michels. Auch das Jugendherbergswerk unterstützt den Förderkreis. "Es ist eine Geschäftsphilosophie, das soziale Leben vor Ort zu unterstützen", erklärt Thomas Schmidt. rso

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