Heute beginnt die Sanierung der Pachtener Marienstraße

Heute beginnt die Sanierung der Pachtener Marienstraße

EVS und Stadt Dillingen sanieren ab heute in der Marienstraße in Pachten Kanal und Straße. Das soll 17 Monate dauern. Sorgen von Anwohnern, dabei könnten auf einem Spielplatz kontaminierte Massen gelagert werden, hat die Stadt zurückgewiesen.

Ab dem heutigen Montag wird die Marienstraße in Pachten zur Baustelle - für voraussichtlich 17 Monate. Denn wie bisher in den Bereichen Fährweg, Fischerstraße, Brühlstraße und Wilhelmstraße müssen Entsorgungsverband Saar (EVS) und die Stadt Dillingen auch dort Kanal und Straße sanieren. Über diesen dritten Bauabschnitt der Gesamtmaßnahme "Kanalsanierung Nachtweidgraben" wurden die Anwohner in mehreren Besprechungen und per Anschreiben informiert.

Wie bei den ersten beiden Bauabschnitten werden Container, Baumaterial, Rohre sowie die Erdmassen in der Nähe der Baustelle gelagert. Aufgrund der Enge in der Marienstraße wurde hier ein Teil des Spielplatzes in der Annastraße/Ursulastraße/Cäcilienstraße in Betracht gezogen, erklärt die Stadt.

Doch genau das passt manchen Anwohnern nicht. Einer von ihnen, Helmut Plewka, hat 23 Unterschriften gesammelt und fordert: Der Spielplatz soll nicht als Lagerplatz genutzt werden. Er befürchtet, es könnte sich bei dem Aushub um "kontaminiertes Material" handeln, das auf dem Spielplatz zwischengelagert werden soll. Darüber hinaus beklagt er, dass durch "die permanente Anfahrt von Lkw eine nicht unerhebliche Ruhestörung für die Anwohner" entstehe.

Die Stadt Dillingen kann diese Befürchtung nicht nachvollziehen. "Wir nehmen die Beschwerden von Bürgern stets ernst und versuchen, Sachverhalte detailliert darzustellen", teilt die Stadtsprecherin auf Anfrage mit. Leider habe Plewka ein Gesprächsangebot abgelehnt.

Zu den Befürchtungen, dass "kontaminiertes Material zwischengelagert" werde, erklärt die Stadt: Es sei üblich, dass Aushubmassen im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes möglichst wiederverwertet werden. Der Transportweg soll auch möglichst kurz gehalten werden. Bei den vorherigen Bauabschnitten habe sich gezeigt, dass 60 Prozent der Erdmassen wieder verfüllt werden können. Der Rest werde auf einer Deponie entsorgt. Freiwillig habe die Stadt zudem einen unabhängigen Gutachter einbezogen, dieser habe bei den bisherigen Arbeiten den Boden als chemisch unbelastet eingestuft.

Ohnehin erweist sich der Bürgeraufstand nun als viel Lärm um nichts: Denn bei einer Ortsbegehung am 2. März habe sich das Bauunternehmen aus logistischen Gründen dafür ausgesprochen, wieder die Lagerstätte am Fährweg zu nutzen. So soll es nun laut Stadt nun auch gemacht werden. Und: "Um die Belastung der Anwohner möglichst gering zu halten", wird ohnehin in der Marienstraße die Kanalsanierung in etwa 15 bis 20 Meter langen Teilabschnitten ausgeführt.

Den Hinweis bekamen wir von Helmut Plewka. Für Sprachnachrichten aufs Band nutzen Sie die Nummer (06 81) 59 59 800 oder schicken Sie alles an leser-reporter@sol.de oder unser Onlineformular.

saarbruecker-zeitung.de/

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