Heimat für notleidende Tiere

Rund 100 Katzen, 50 Hunde und 25 Kleintiere leben zurzeit im Hedwig-Trampert-Tierheim in Dillingen. Doch der Unterhalt des Gebäudes und vor allem die Betreuung der Tiere verschlingt eine Menge Geld.

Viele Tiere wie dieser Hund und die beiden Katzen leben im Dillinger Tierheim. Fotos: Rolf Ruppenthal

Im neuen Dillinger Tierheim ist nach dem Umzug alles viel besser geworden, aber wie der zweite Vorsitzende des Tierschutzvereins Untere Saar, Franz-Josef Schumacher, betont, kostet die Unterhaltung des Gebäudekomplexes und seiner Anlagen sowie das Futter der Tiere jede Menge Geld . Insbesondere die medizinische Versorgung kranker Tiere schlägt hier deutlich zu Buche. "Deshalb sind wir für jegliche Unterstützung ausgesprochen dankbar", sagt Schumacher. Und so gab es denn auch einen Hauch von Weihnachten im Dillinger Hedwig-Trampert-Tierheim: Babette Kuhn und Andreas Manthe von der Sparda-Bank sorgten mit einem Scheck in Höhe von 5000 Euro für eine vorweihnachtliche Bescherung. Seit langem unterstützt die Sparda-Bank alljährlich die Tierheime im Saarland. Die Geldspritzen der Sparda-Bank - genau genommen kommt diese finanzielle Förderung von deren Stiftung Kunst, Kultur und Soziales - haben mit dazu beigetragen, dass das Dillinger Tierheim in neue zeitgerechte und funktionsgerechte Räumlichkeiten umziehen konnte, nachdem Hedwig Trampert nach ihrem Tode mit ihrer Hinterlassenschaft den Grundstock gelegt hatte. "Wir wollen auch jetzt die Arbeit des Tierheims unterstützen und dort Hilfe leisten, wo sie dringend benötigt wird", betonten Manthe und Kuhn von der Unternehmenskommunikation der Bank bei der Spendenübergabe.

Derzeit werden im Tierheim in Dillingen rund 50 Hunde und über 100 Katzen sowie 25 Kleintiere wie Hasen, Meerschweinchen und Hamster betreut. "Über 200 Hunde und mehr als 500 Katzen können jährlich vermittelt werden", zieht Schumacher ein recht positive Bilanz.

Zuständig ist das Tierheim für 20 Städte und Gemeinden in den Landkreisen Saarlouis und Merzig-Wadern. Zehn Mitarbeiter stemmen dabei die tägliche Arbeit, die auch an Sonn- und Feiertagen geleistet werden muss. "Glücklicherweise haben wir etliche treue Helfer, die uns immer wieder auch hier unterstützen,", betonte Schumacher. Inzwischen werden hier auch junge Leute zum Tierpfleger ausgebildet.

Rundfunk-Tierärztin Liana Meisel-Gehl, mit ihrer Tierklinik inzwischen in Zweibrücken zu Hause, empfahl an die Hunde und Katzen im Tierheim zu denken, wenn man zu Weihnachten ein Tier verschenken möchte. Gleichzeitig appellierte sie aber auch an der Vernunft der Menschen. "Gerade diese Tiere erfordern das ganze Maß an Zuwendung und Verantwortung, wenn man sie in der Familie aufnimmt", betonte sie. "Tiere sollten nie leichtfertig verschenkt werden", warnte sie, denn ansonsten findet man sie dann irgendwann später in den Tierheimen wieder."

hedwig-trampert-tierheim.de