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Handball: Merzig-Hilbringen empfängt Dillingen-Diefflen zum Spitzenspiel

Handball : Angriff auf die Tabellenspitze

Handball: Verfolger HC Dillingen-Diefflen tritt bei Spitzenreiter Merzig-Hilbringen an.

Wer wird Dschungelkönig, wer Handball-Weltmeister und wer steht nach dem Spitzenspiel der Handball-Saarlandliga (Samstag, 18 Uhr, Thielspark-Halle Merzig) ganz oben? Drei brennende Fragen bewegen am Wochenende die Nation und unsere Region. Während im australischen Busch und in Dänemark die endgültigen Entscheidungen fallen, wird es im Heimspiel des HSV Merzig-Hilbringen gegen den HC Dillingen-Diefflen vorerst „nur“ um den vorläufigen Rang eins gehen. Zwei Punkte liegt Merzig im Kampf um die Meisterschaft vorn. Bei einem Sieg zöge Diefflen vorbei – wegen der deutlich besseren Torbilanz.

So weit will es der HSV aber nicht kommen lassen. Das Hinspiel gewann Merzig mit 29:28 knapp – und natürlich wollen die Wölfe auch vor eigenen Fans Beute machen. Doch das Rudel ist angeschlagen. Mehrere Spieler sind angeschlagen und ausgerechnet der beste Torjäger fehlt – und das nicht nur beim Gipfeltreffen. „Rechtsaußen Laszlo Kincses fällt wegen einer Kreuzbandverletzung die restliche Saison aus“, verrät HSV-Trainer Michael Göbel, der Diefflen leicht im Vorteil sieht. „Die Gäste sind im Angriff durchschlagkräftig und haben eine starke Abwehrreihe.“ Genauer gesagt stellen die Hüttenstädter aktuell die beste Abwehr der Liga (335 Gegentore).

Die Deckung der Wölfe hat aber auch nur einen Treffer mehr zugelassen und steht vor eigenem Publikum wie eine Wand. Fast immer, wie die jüngste Heimniederlage zeigte. Nach der 21:22-Schlappe gegen den SV Zweibrücken II ist der Titelkampf plötzlich wieder spannend geworden. „Wir hatten einen rabenschwarzen Tag erwischt. Gegen Diefflen wird es besser laufen“, verspricht Göbel.

Andreas Altmeyer sieht dem Liga-Gipfel gelassen entgegen. „Dass wir zu diesem Zeitpunkt da oben stehen, hätte ich nie gedacht“, sinniert der HC-Spielertrainer. Nach einem verkorksten Start mit 1:7 Punkten war Diefflen im Oktober Vorletzter. Danach trat Patrick Grabenstätter vom Amt zurück – nach 16 Jahren. Unter der Regie von Altmeyer und Thomas Schlink legte der HC eine Wahnsinns-Serie hin (19:3 Punkte) und kratzt nun am Thron – überraschend, verdient, aber respektvoll. „Merzig hat die letzten drei direkten Duelle gewonnen und ist zu Hause Favorit“, sagt Altmeyer. Das Duell um die Dschungel-Krone dürfte beide Trainer kalt lassen. Und auch wenn sie in der Favoriten-Frage uneins sind, stimmen sie doch in einem Punkt überein: „Deutschland wird Weltmeister.“

Weitere Spiele: HSG Nordsaar – HSG Fraulautern-Überherrn, Samstag, 20 Uhr, (Sporthalle Marpingen); TVA/ATSV Saarbrücken – TuS Elm-Sprengen, Samstag, 20 Uhr (Rastbachtalhalle Saarbrücken), HC Schmelz – TV Niederwürzbach, Sonntag, 18 Uhr (Primshalle Schmelz). Frauen: HSG Ottweiler-Steinbach – HG Saarlouis, Samstag, 16.45 Uhr (Seminarsporthalle Ottweiler).