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Hält der Aufschwung weiter an?

Diefflen. Viele Beobachter hatten den FV Diefflen bereits abgeschrieben. Der beste Torjäger verletzt, fünf Abgänge, eine schlechte Vorbereitung. Der Abstieg schien besiegelt. Doch dann startete der FVD mit zwei Siegen in das Jahr. Morgen soll der dritte folgen. Philipp Semmler

Die Torflaute ist beendet. Am vergangenen Samstag erzielte Philipp Häfner vom FV Diefflen den 2:1-Siegtreffer beim wichtigen Erfolg seiner Mannschaft im Kellerduell beim SC Idar-Oberstein. Für Häfner war es das zweite Tor in dieser Saison. Zuvor hatte er nur am ersten Spieltag bei der 4:5-Heimniederlage gegen den FC Wiesbach getroffen. Dazwischen herrschte Flaute bei dem 21-Jährigen. Dabei war Häfner jener Spieler, der mit seinem Tor zum 1:1-Ausgleich im Relegations-Spiel bei Fortuna Mombach den Oberliga-Aufstieg perfekt machte.

"In der Woche vor dem Spiel in Idar-Oberstein hatte ich ein Gespräch mit unserem Team-Manager Thomas Hofer", berichtet Häfner und ergänzt: "Er hat mir gesagt, ich soll mich nicht verrückt machen. Ich wäre durch meinen läuferischen und kämpferischen Einsatz wichtig für die Mannschaft. Mit dem Tor, das würde irgendwann von alleine kommen. Und genau so ist es dann auch passiert." Häfner gibt zu, dass ihn die lange Durststrecke nervte. "Umso schöner war es dann, als das Ding eingeschlagen ist."

Der Sieg in Idar-Oberstein war nach dem 3:2-Erfolg eine Woche zuvor gegen Arminia Ludwigshafen der zweite Dreier für die abstiegsbedrohten Dieffler in diesem Jahr. In dieser Partie bereitete Häfner das 3:2 vor. "Dass wir mit sechs Punkten aus der Winterpause kommen würden, damit konnte niemand rechnen", sagt Häfner angesichts der durchwachsenen Vorbereitung. Er selbst war einer der wenigen Spieler, die nicht von der Grippewelle erwischt wurden. "Ich bin extra über Fastnacht nicht weggegangen, um nicht krank zu werden. Für das Ziel Ligaverbleib muss man halt auch Opfer bringen", erklärt der Angreifer lachend. Und er fügt nachdenklich an: "Leider hat sich unsere Situation in der Tabelle trotz der beiden Siege nicht wesentlich verändert." Denn Diefflen steht nach wie vor auf Rang 15 - einem möglichen Abstiegsplatz. Immerhin ist der Aufsteiger jetzt aber punktgleich mit den Konkurrenten Mechtersheim und Burgbrohl.

Geht es nach Häfner, sollen die nächsten Zähler schon an diesem Samstag um 15.30 Uhr eingefahren werden. Dann kommt der Tabellen-Dritte TSG Pfeddersheim nach Diefflen . "Das ist eine sehr starke Mannschaft. Aber wenn wir genau so ackern wie in den beiden vergangenen Spielen, können wir die Punkte zu Hause behalten", sagt der Angreifer. Damit sich der Aufschwung auch in der Tabelle bemerkbar macht.