Grundschulen in Dillingen stellen auf Whiteboards statt Tafel um

Schulen : In Dillingen endet die Kreide-Zeit

Grundschulen sagen der Kreide Adieu und stellen auf digitale Tafeln um.

Weg von der Kreide, hin zur digitalisierten Welt des Lernens: Drei Dillinger Grundschulen arbeiten zukünftig mit interaktiven Whiteboards, auch digitale Tafeln genannt. „Damit werden wir an unseren Grundschulen dem digitalen Anspruch eines modernen Lernens gerecht“, erklärt Bürgermeister Franz-Josef Berg. An der Römerschule in Pachten schilderte die Schulleiterin Karin Binder die ersten Erfahrungen mit der neuen Methode und zeigte die Möglichkeiten auf, die sich dadurch ergeben.

Das saarländische Bildungsministerium hatte 2018 einen Förderwettbewerb für digitale Medien ausgeschrieben, für Grundschulen mit einem entsprechenden Medienkonzept. Die Römerschule in Pachten, die Primsschule in Diefflen und die Odilienschule in Dillingen bewarben sich. Zugleich hatten sich die Schulleiter an die Stadtverwaltung gewandt, mit der Bitte um finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung von digitalen Medien. Der Dillinger Stadtrat stellte im Haushalt entsprechende Gelder bereit.

An den Grundschulen sind nun jeweils drei interaktive Whiteboards installiert worden. Die Anschaffungskosten betrugen 33 210 Euro. Die Odilienschule erhielt vom Ministerium einen Zuschuss aus dem Förderwettbewerb von 5000 Euro. An der Römerschule bezahlte der Förderverein das Multimedia-Display.

Die interaktiven Tafeln sind weiße, multimediale Projektionswände, die mit einem Computer oder einem Netzwerk verbunden sind. In Verbindung mit einem Beamer und einem PC wird das Whiteboard zu einem überdimensionalen Bildschirm. Der Vorteil der neuen Technik: Zum einen lassen sich digitale Dateien, Bilder und Videos abspielen, zum anderen können sämtliche Tafelbilder und Notizen digital erfasst und abgespeichert werden.

Von der neuen Lernmethode sind die Schulleiterinnen der Römer- und der Odilienschule, Karin Binder und Michaela Dörr, sowie der Schulleiter der Dieffler Primsschule, Bernd Thome, überzeugt. Eine entsprechende Schulung des Lehrpersonals im Umgang mit den Smart-Boards ging der praktischen Anwendung im Schulalltag bereits voraus.

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