Großes Tam Tam auf der Saar

Am Wochenende fand das integrative Drachbootrennen, das Dillinger Tam Tam statt. Der Wettbewerb für behinderte und nichtbehinderte Menschen wurde von Awo, Kanu Club und der Stadt Dillingen organisiert.

Zum siebten Mal veranstalteten die Awo Dillingen, der Kanu-Club Dillingen und die Stadt Dillingen den Drachenboot-Handi-Cup, kurz: "Tam-Tam". Es ist ein Wettbewerb für behinderte und nichtbehinderte Menschen. Nachdem, wie Ideengeber Herbert Dillmann von der Awo Dillingen erzählt, in den vergangenen Jahren stets mehr Meldungen zu verbuchen waren, sei der Ansturm in diesem Jahr leicht rückläufig. "Das ist aber bei allen Regatten so, und wir können froh sein, dass noch so viele Teilnehmer gemeldet haben", betont er.

In jedem Jahr kommen immer wieder neue Teilnehmer hinzu. "So hat sich erst vor einigen Wochen durch die Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des Elysee-Vertrags die Equipe Jeunesse gebildet, ein Zusammenschluss Jugendlicher aus Bouzonville und Dillingen", erzählt Dillmann.

Dass das Team auf Anhieb im Finale der Jugend über die Strecke von 200 Metern am Samstagnachmittag auf Platz drei kam, freute ihn besonders. Doch nicht die Platzierungen der Teams in den 24 Rennen am Samstag und 16 Läufen am Sonntag - darunter auch ein Mittelstreckenrennen über 2000 Meter - sind entscheidend für den Erfolg der Veranstaltung. Es geht, wie in den Vorjahren, in erster Linie ums Dabeisein. "Wir sind schon viele Jahre mit im Boot. Die Geselligkeit und der Zusammenhalt lassen uns selbst bei schlechtestem Wetter mit guter Stimmung trainieren", erzählt Monika Pusse-Grünfelder aus Völklingen, die mit Nadine Tekath und weiteren Kollegen der Saarbrücker Zeitung eifrig paddelt.

Gemeinsam in einem Boot sitzen, egal ob behindert oder nicht, die Erfahrung zu machen, dass man nur als Team etwas erreichen kann, es keine Champions gibt, das war die Intention, die Dillmann hatte. Und die stand auch bei der siebten Auflage des Dillinger Tam Tam auf und an der Saar über allem.

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