Gaudiwurm und Bachwutzen

Fraulautern/Elm. Ob Petrus weiß, dass er zur körperlichen Fitness beiträgt, wenn er die himmlische Heizung auf null dreht? Denn gegen Kälte hilft Bewegung. Also schunkelte sich das närrische Volk in Fraulautern gestern am Straßenrand warm. Manche wagten gar ein Tänzchen, verleitet durch eine ausgelassene Stimmung, die wiederum der bunte Gaudiwurm anzettelte

Fraulautern/Elm. Ob Petrus weiß, dass er zur körperlichen Fitness beiträgt, wenn er die himmlische Heizung auf null dreht? Denn gegen Kälte hilft Bewegung. Also schunkelte sich das närrische Volk in Fraulautern gestern am Straßenrand warm. Manche wagten gar ein Tänzchen, verleitet durch eine ausgelassene Stimmung, die wiederum der bunte Gaudiwurm anzettelte. Der Fraulauterner Umzug, organisiert von der Großen Karnevalsgesellschaft (GKG), zählt seit vielen Jahren schon zu den größten der Region. Der erste Fastnachtsumzug übrigens feierte 1950 in Fraulautern Premiere.

"Auf die Lauterner Faasend ein dreifaches Alleh Hopp", rief Stimmungsmacher Wendelin Karb von der Ehrentribüne aus ins närrische Volk, zudem kündigte er jede einzelne der 30 Gruppen mit viel Tamtam an. Stimmung pur, trotz frostigen Temperaturen. Es war eben ein gewohntes Bild, das sich gestern in Fraulautern zeigte, wenngleich es ein Novum gab: Die Streckenführung. Die GKG baute sie etwas aus, der Gaudiwurm führte erstmals von der Lebacher Straße durch die Puhlstraße über die Heydingerstraße, dann wieder auf die gewohnte Strecke bis zum Vereinshaus. Dort galt es gleich im Anschluss an den Umzug tüchtig zu feiern, denn schließlich bleibt den Faasendboozen nicht mehr viel Zeit.

Zur Faasendparty im Vereinshaus durfte nur, wer auch ein Umzugsbändchen trug, sprich, durch den Kauf eines Bändchens deutlich machte, dass er den Lauterner Umzug gerne unterstützt. Denn große Kraftanstrengungen sind heute nötig, um einen Gaudiwurm auf die Beine zu stellen. Die Sicherheitsauflagen sind gestiegen, die Ausgaben für Gagen, Gebühren oder GEMA auch. Die GKG versucht seit einigen Jahren die Finanzierung über Sponsoren zu sichern.

Bachwutzen unterwegs

Die Elmer Bachwutzen bringen den Ort auf die Beine. Foto: Heike Theobald.
Die Elmer Bachwutzen bringen den Ort auf die Beine. Foto: Heike Theobald.

Sie nennen sich die "Elmer Bachwutzen", eine Vereinigung, die es mit großem Engagement und Begeisterung jedes Jahr richtig krachen lassen will. Und dabei werden die Bachwutzen von vielen befreundeten Vereinen unterstützt. So zog auch gestern ein bunter Gaudiwurm durch die Bachtalstraße von Sprengen nach Elm, mit Endstation Festhalle. Die Karnevalsvereine schickten ihre Garden und Abordnungen auf die Reise, Sport- und Kulturvereine sowie viele private Gruppen zeigten sich in fantasievollen Kostümen und Musikvereine sorgten für die passende Schunkelstimmung. Das närrische Volk am Straßenrand begrüßte den Tross lautstark mit dem Fastnachtsschlachtruf: Alleh Hopp! Die Umzugsteilnehmer wiederum bedankten sich gleich Tonnenweise mit Süßigkeiten, hin und wieder auch mit Flüssigkeiten, die die Erwachsenen von innen aufwärmen sollten.