Ganz Saarlouis war ein einziges Chorkonzert

Ganz Saarlouis war ein einziges Chorkonzert

Schon beim Eröffnungskonzert mit dem Landesjugendchor noch am Freitagabend war die evangelische Kirche zum Bersten voll. Zählen konnte am Samstag die Besucher von Sing City Saarlouis niemand.

Zehntausende waren es in jedem Fall, die den rund 4000 Sängerinnen und Sängern in 126 Chören lauschten. Oberbürgermeister Roland Henz meinte: "Beim ersten Durchgang in Saarbrücken waren es 60 000 Besucher. Die haben wir locker geschafft." Und alles sei ganz unangestrengt, harmonisch verlaufen, sagte Kulturamtsleiterin Heike Breitenmoser.

41 ehrenamtliche Helfer standen zur Betreuung an den Bühnen bereit,erzählte Breitenmoser: "Das Braten von 4500 Würstchen für die Sänger war eine logistische Meisterleistung." Ein von den KVS gesponsorter Doppeldeckerbus für Stadtrundfahrten war ständig komplett ausgebucht.

Ansonsten habe sich die Stadt als idealer Veranstaltungsort erwiesen: "Keiner hat den anderen gestört an den acht Open-Air-Standorten und an den neun Standorten in Gebäuden wie Globus, Pieper oder Kirchen. Und trotzdem lagen die Sing-Standorte ganz nah nebeneinander."

Jeder der 126 Chöre hatte während seines halbstündigen Aufritts sein Publikum. Breitenmoser: "Das war eine Bresche für die Chormusik. Leute in jedem Alter sangen mit, einfach toll." Was auch daran gelegen habe, dass der Landeschorverband die Chöre sehr geschickt auf die einzelnen Bühnen verteilt habe.

"Die ganze Stadt hat profitiert", bilanzierte Breitenmoser gestern. Denn die Stadt mit Gastronomie und Geschäften und das Sing City waren an diesem Samstag eins. Von Anfang an haben laut Breitenmoser Sponsoren und Geschäftsleute unkompliziert und offen mitgemacht.

"Ein Riesenerfolg", beschied auch OB Roland Henz gestern. "Ich bin ich weiß nicht wie oft angesprochen worden: Bitte, macht das nochmal, und zwar in Saarlouis."