FV Diefflen: Mit internationaler Verstärkung zum Ligaverbleib in der Oberliga?

Fußball-Oberliga : Mit Verstärkung aus Frankreich und Japan zum Klassenverbleib?

Fußball-Oberligist FV Diefflen startet an diesem Samstag mit einem Heimspiel gegen Eintracht Trier aus der Winterpause.

Thomas Hofer, der Spielertrainer des FV Diefflen, wirkt ganz entspannt, wenn er über die an diesem Samstag beginnende Rest­rückrunde in der Fußball-Oberliga spricht. Das ist ein bisschen überraschend, wenn man auf die Tabelle blickt. Denn dort stehen die Rot-Weißen auf dem viertletzten Platz. Je nach Zahl der Absteiger aus der Regionalliga könnte dies am Saisonende ein Abstiegsplatz sein.

„Ich bin aber guter Dinge, dass es mit dem Ligaverbleib klappt“, sagt Hofer. „In der ersten Saisonhälfte haben wir oft aufgrund fehlender Cleverness Punkte verschenkt. Ich habe aber den Eindruck, dass die Jungs mittlerweile gereift sind und uns das nicht mehr passiert. Zudem hatten wir in der Vorbereitung eine gute Trainingsbeteiligung.“

In den Übungseinheiten mischten auch die drei Dieffler Winter-Neuzugänge munter mit: zwei Franzosen und ein Japaner.

Von der französischen Nachwuchsakademie JC Foot wurden Tom Lartique und Maxime Gandubert geholt. Innenverteidiger Lartique spielte zuvor auch im Nachwuchs des Erstligisten FC Toulose. „Er ist sehr zweikampfstark und hat ein gutes Kopfballspiel“, sagt Hofer über den 19-Jährigen. Lartique soll den in der Winterpause zum FK Pirmasens abgewanderten Yacine Baizidi ersetzen.

Gandubert bezeichnet Hofer als „Mega-Talent“. Der 17-Jährige ist erst ab 25. April spielberechtigt, weil er erst dann 18 Jahre alt wird. Der dritte FV-Neuzugang kommt aus dem Fernen Osten: Der 22-jährige Shuntaro Kawabe wurde von der Meiji University aus Tokio geholt. „Shuntaro ist im Offensivbereich vielseitig einsetzbar“, berichtet Hofer.

Parallel treibt der Club auch die Personalplanungen für die kommende Runde weiter voran. Neben „Torwart-Dino“ Enver Marina (42) haben weitere Leistungsträger wie Torjäger Fabian Poß (seit der Winterpause gemeinsam mit Hardy Müller auch Co-Trainer) sowie dessen Sturmpartner Chris Haase verlängert. Auch jüngere Spieler wie Marvin Hesedenz oder Maximilian Kolodziej werden weiter das Trikot der Rot-Weißen tragen.

Aber zurück zur Rückrunde: In der stehen für Diefflen gleich zu Beginn die Partien gegen die beiden Clubs mit der ruhmreichsten Vergangenheit der Liga an. Zunächst geht es diesen Samstag um 15 Uhr zu Hause gegen Eintracht Trier. Die Moselaner hinken als Tabellenzehnter derzeit den eigenen Ansprüchen weit hinterher. Das gilt auch für den Gegner im ersten Auswärtsspiel. Am 23. Februar reist Diefflen zum Regionalliga-Absteiger TuS Koblenz, der ebenfalls nur im Mittelfeld der Tabelle steht.

In die zweite Saisonhälfte kann Diefflen fast in Bestbesetzung gehen. Lediglich der Langzeitverletzte Lucas Bidot (Kreuzbandriss) steht nach wie vor nicht zur Verfügung. 

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