Fußball-Oberliga: VfB Dillingen muss in Bingen ran

Fußball-Oberliga : Spielabbruch: VfB Dillingen muss noch auf Urteil warten

Am Donnerstagabend tagte in Saarbrücken die Spruchkammer des Fußball-Regionalverbandes Südwest zu den Vorfällen rund um das vor 14 Tagen abgebrochene Oberliga-Spiel zwischen dem VfB Dillingen und der TuS Koblenz.

Schiedsrichter Joel Jung hatte die Partie beim Stand von 1:2 vorzeitig beendet, nachdem es zu Tumulten gekommen war (wir berichteten).

Ein Urteil fällten die Verbandsrichter nach Anhörung von Vertretern des VfB, der TuS und der Polizei aber noch nicht. „Die Spruchkammer sah noch weiteren Beratungsbedarf und hat uns mitgeteilt, dass wir das Urteil Anfang nächster Woche schriftlich bekommen“, erklärte VfB-Vorsitzender Josef Schya auf Nachfrage. „Ich habe aber ein gutes Gefühl, dass die Punkte an uns gehen.“

Punkte, die der Aufsteiger gut gebrauchen könnte: Denn durch die 1:4-Niederlage beim ebenfalls abstiegsbedrohten SC Idar-Oberstein rutschte Dillingen vorige Woche auf den vorletzten Tabellenplatz ab. An diesem Samstag (15.30 Uhr) muss das Team erneut auswärts ran – und zwar wieder bei einem direkten Konkurrenten im Kampf um den Ligaverbleib: bei Hassia Bingen.

„Wir brauchen dringend etwas Zählbares, allerdings pfeifen wir personell aus dem letzten Loch“, sagt Schya. Bei Mitaufsteiger Bingen, der mit vier Zählern mehr als Dillingen Tabellen-15. ist, fehlen „Sechser“ Cheikh Cissé und Kapitän Jannick Theobald. Beide sahen in Idar-Oberstein Gelb-Rot, sind für ein Spiel gesperrt. Zudem sind einige Akteure wie Abwehrchef Marius Neumeier (Leistenprobleme) angeschlagen.

Der FV Diefflen steht dagegen seit dem vergangenen Wochenende nicht mehr auf einem Abstiegsplatz. Durch zwei Siege in Folge kletterte das Team von Spielertrainer Thomas Hofer auf Rang 13. „Es ist schön, dass wir unseren schlechten Start ein Stück weit vergessen lassen konnten“, freut sich Hofer. „So allmählich greifen bei uns die Mechanismen auch wieder besser.“ Diefflen erwartet an diesem Samstag um 15.30 Uhr Regionalliga-Absteiger TSV Schott Mainz.