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Oberliga Fußball
Mehmeti möchte Koblenz überraschen

Hier spielt Meriton Mehmeti (vorn) noch für SF Köllerbach. Offensiv überraschen will er nun auch beim neuen Club VfB Dillingen.
Hier spielt Meriton Mehmeti (vorn) noch für SF Köllerbach. Offensiv überraschen will er nun auch beim neuen Club VfB Dillingen. FOTO: Spektrum bilderdienst / Peter Franz
Dillingen. Fußball-Oberligist VfB Dillingen empfängt an diesem Samstag den ehemaligen Zweitligisten TuS Koblenz an der Dillinger Papiermühle. Neuzugang Meriton Mehmeti möchte mit seinen Team-Kollegen die TuS mit Flexibilität in der Offensive überraschen. Von Philipp Semmler

Die letzten 14 Tage liefen gut für den VfB Dillingen und Neuzugang Meriton Mehmeti. Gleich zwei Mal konnte der Aufsteiger positiv überraschen. Zunächst mit einem 1:0-Heimsieg gegen den Tabellenzweiten TuS Mechtersheim und dann mit einem 2:2 beim Traditionsclub Eintracht Trier.


In beiden Partien stand Außenbahnspieler Meriton Mehmeti in der Startelf. Zuvor hatte sich der 23-jährige, der von Saarlandligist SF Köllerbach kam, zumeist mit einem Platz auf der Bank begnügen müssen.

„Ich war in der Vorbereitung in Urlaub und dann muss man sich auch erst an das neue Team und das neue Umfeld gewöhnen“, erzählt der Auszubildende zum Industriekaufmann. „Trotzdem habe ich mich in Dillingen von Anfang an wohlgefühlt. Jetzt habe ich auch meine Einsätze bekommen und Leistung gebracht. Ich bin zufrieden.“



Zufrieden mit den Leistungen des 23-Jährigen in den vergangenen beiden Spielen war auch VfB-Trainer Daniel Kiefer. Und so hat der Neuzugang gute Chancen, an diesem Samstag um 15.30 Uhr im Heimspiel gegen die TuS Koblenz erneut von Beginn an aufzulaufen.

Den ehemaligen Zweitligisten und Regionalliga-Absteiger will der VfB dabei mit Flexibilität in der Offensive knacken. „Wir wechseln dort öfters mal die Positionen. Ich spiele dann entweder auf der rechten oder der linken Außenbahn“, berichtet Mehmeti. „Dadurch sind wir schwerer auszurechnen. Wenn man immer dasselbe macht, weiß der Gegner das“, erklärt der in Merzig lebende VfB-Spieler.

Mehmeti ist an der Dillinger Papiermühle zwar neu – aber dennoch kein Unbekannter. Bereits in der Saison 13/14 trug er in der Saarlandliga unter Trainer Jean-Paul Wundrack das Trikot der Hüttenstädter. „Damals habe ich mit dem heutigen Co-Trainer Francesco Schifino noch zusammengespielt. Er war auch mit der ausschlaggebende Grund, dass ich wieder zurückgekommen bin“, verrät Mehmeti. „Bei den Gesprächen mit Francesco und Daniel Kiefer habe ich direkt das Gefühl gehabt, dass sie mich unbedingt wollten.“ Mehmeti sagte dann beim VfB zu, noch bevor der Aufstieg in die Oberliga feststand.

In der neuen Liga zählt der VfB zu den Abstiegskandidaten. Das weiß auch Mehmeti. „In der Oberliga sind viele Spieler ein bisschen cleverer als in der Saarlandliga und es gibt viele ehemalige Profis.“ Trotzdem ist Mehmeti davon überzeugt, dass sein Verein den Ligaverbleib realisiert. „Ich habe uns bislang in dieser Saison nicht schlechter gesehen als viele andere Mannschaften. Ich denke positiv. Wir können das schaffen.“

Dafür sollte allerdings auch gegen die TuS Koblenz gepunktet werden. Denn aktuell liegt Dillingen mit zehn Punkten auf dem drittletzten Platz – das wäre ein Abstiegsplatz. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt nur einen Zähler.

Gegner Koblenz – von vielen vor der Saison als Meisterschaftsfavorit gesehen – liegt nach einem Ende Juni diesen Jahres eröffneten Insolvenzverfahren und einem personellen Umbruch auf Rang zehn der Tabelle. „So allmählich kommen sie aber ins Rollen. Sie haben die letzten sechs Spiele nicht verloren“, warnt VfB-Trainer Kiefer davor, den Gegner zu unterschätzen.

Dillingens Ligakonkurrent, der FV Diefflen, ist an diesem Samstag um 15.30 Uhr bei Aufsteiger Arminia Ludwigshafen zu Gast. Vor der Partie liegt der FV punktgleich mit dem VfB Dillingen auf Rang 15 der Tabelle. Ludwigshafen ist Achter.

Beim Gastspiel am Rhein hat ­Diefflen wieder mehr personelle Alternativen als am letzten Samstag bei der 0:3-Heimniederlage gegen Tabellenführer Rot-Weiß Koblenz. Spielertrainer Thomas Hofer kehrt nach einem Urlaub ebenso in den Kader zurück wie die zuletzt gesperrten Chris Haase und Michael Fritsch.