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Für die Interessen der Jugend eintreten

Für die Interessen der Jugend eintreten

Dillingen. Den Jugendrat Dillingen gibt es seit vier Jahren. Doch was machen die jungen Leute überhaupt? Die SZ hat nachgefragt. "Unser größter Erfolg ist, dass es einen solchen Jugendrat gibt.", sagt Florian Nilius. Der 28-Jährige ist der Sprecher des Jugendrates Dillingen und ist von Anfang an beim Rat dabei gewesen

Dillingen. Den Jugendrat Dillingen gibt es seit vier Jahren. Doch was machen die jungen Leute überhaupt? Die SZ hat nachgefragt. "Unser größter Erfolg ist, dass es einen solchen Jugendrat gibt.", sagt Florian Nilius. Der 28-Jährige ist der Sprecher des Jugendrates Dillingen und ist von Anfang an beim Rat dabei gewesen. Der Dillinger Jugendrat existiert seit November 2007, als die erste konstituierende Sitzung durchgeführt wurde. Anders als in manch anderen Städten oder Gemeinden funktioniert dieser nach dem Entsendemodell. Das bedeutet, alle Vereine und Verbände in Dillingen dürfen je einen Vertreter in den Jugendrat schicken. Dazu gehören auch die Schülersprecher der Dillinger Schulen und die Stadtratsfraktionen. Von allen Jugendlichen, die berechtigt wären bei den Jugendratssitzungen dabei zu sein, kommen etwa 15 bis 20 regelmäßig zu den vierteljährlichen Treffen. "Es ist oft schwierig einen geeigneten Termin zu finden. Die Mitglieder haben oft Training, Termine oder müssen arbeiten.", erklärt Nilius.

Interessen der Jugend vertreten

Dennoch hat sich der Rat zum Ziel gesetzt, die Interessen der Dillinger Jugend zu vertreten. Dadurch haben sich vor allem die Kontakte untereinander verbessert. "Früher war man scheu, weil man sich nicht kannte. Jetzt kommt man regelmäßig ins Gespräch und kann sich gegenseitig aushelfen. Die letzten drei Fastnachtsumzüge haben wir zusammen bestritten."

Kontakt zum Stadtrat

"So bekommt man auch neue Inspirationen", fügt Heiko Hector, 27, hinzu. Er ist als Vertreter der CDU im Jugendrat tätig. Als es um den Bau einer neuen Skateanlage ging, brachte der gute Kontakt zwischen Stadtrat und den Jugendlichen einige Vorteile. Die jungen Leute fertigten eine Präsentation an, um ihre Ideen und Vorstellungen an die Dillinger Politiker heranzutragen. "Wir als Jugendrat haben den Kontakt zum Bauamt hergestellt und im Austausch mit den Skatern konnte viel besser über den Standort, die Größe und das Aussehen der Skateanlage diskutiert werden.", berichtet Nilius. Dabei betont er, dass es auch ihre Aufgabe sei, die Jugendlichen ein wenig für den aufwendigen Bau einer solchen Anlage zu sensibilisieren.

Aber nicht nur die Jugendratmitglieder haben das Recht ihre Anregungen vorzubringen. Haben junge Leute ein Problem, können sie auf den Rat als Ansprechpartner zurückgreifen. "Wer ein Problem hat und allein nicht weiterkommt, kann gerne zu uns kommen. Unsere nächste Sitzung ist am Montag, 21. Dezember, um 19 Uhr im Jugendhaus am Lokschuppen." sese