Freibäder im Kreis Saarlouis hatten nicht alle Probleme

Kostenpflichtiger Inhalt: Randale : „Umgang ist respektloser und fordernder“

Konflikte in Freibädern waren eines der Top-Themen in diesem Sommer. Wirklich gravierende Vorfälle habe es aber außer in Saarlouis nicht gegeben, sagen die Kommunen im Landkreis über ihre Freibäder.

In der aktuellen Diskussion um die Sicherheit im öffentlichen Raum spielen auch besondere Vorkommnisse in Freibädern eine Rolle. Wirklich gravierende Vorfälle wurden dort 2019 jedoch kaum gemeldet, wie eine Umfrage bei den Kommunen im Landkreis zeigt. Lediglich die Kreisstadt Saarlouis mit dem Sonnenbad Steinrausch ist eine Ausnahme.

„Bisher gab es diese Saison keine erwähnenswerten Vorkommnisse im Freibad der Gemeinde Ensdorf“, sagt der Leiter des Fachbereiches Zentrale Dienste, Wirtschaftsförderung und EDV, Ralf Becker.

Im benachbarten Schwalbach reduzieren sich die Vorkommnisse im Freibad auf Einlassbeschränkungen aufgrund des extremen Besucherandrangs am 30. Juni. Am Freibad Saarwellingen gab es in der Heiß-Wetter-Phase lediglich Parkplatzprobleme. Eskalationen mit Schwimmbad-Besuchern sind hier nicht bekannt, meldet die Verwaltung.

Einen erhöhten Besucherandrang am 30. Juni verzeichnete auch das Parkbad Wadgassen. Aus Sicherheitsgründen musste daher mittags ein Einlassstopp verhängt werden. „Wir konnten die Situation mithilfe unserer Security und der Polizei aber bewältigen“, sagt Sabrina Malter, Prokuristin der Wadgasser Bäderbetriebe. Nur eine Gruppe von „uneinsichtigen Gästen“ habe versucht, sich über die Zäune illegal Eintritt zu verschaffen. Daher werde das Fachpersonal an besucherstarken Tagen weiter von einer Sicherheitsfirma unterstützt.

Das Dillinger Freibad verzeichnet keine Probleme: „Hier gab es weder in diesem Jahr noch im letzten Jahr besondere Vorkommnisse“, erklärt Gertrud Schmidt, die Leiterin des Kultur-, Schul- und Sportamtes. An besucherstarken Tagen sei es auch nicht zu Parkplatzproblemen gekommen. „Trotz hoher Besucherzahlen gab es keine disziplinarischen Probleme, die nicht von den Angestellten des Bades gelöst werden konnten“, ergänzt Schmidt. Die Ausstattung mit Kassenautomaten und die personelle Besetzung der Kasse verhinderten übermäßige Wartezeiten.

Im Freibad Wallerfangen sind die bei der Gemeinde beschäftigten Aufsichtskräfte „zum Glück Herr der Situation gewesen“, erklärt Hauptamtsleiter Volker Bauer. Notfalls habe die Polizei Badegäste, die Sicherheit und Ordnung des Badebetriebes gefährdeten, des Bades verweisen müssen.

Auch im Schmelzer Heidebad gab es nur kleinere Vorkommnisse, das Bad habe den Besuchern „einen angenehmen und ruhigen Aufenthalt“ geboten, sagt Sabine Altmeyer von der Stabsstelle der Gemeinde. Das Bad sei bei gutem Wetter „gut gefüllt“ gewesen, aber der Andrang nicht mit dem in den Freibädern in Grenznähe zu vergleichen. Doch auch in Schmelz stellt man fest, dass „der Umgang einiger Badegäste mit dem Schwimmbad-Personal und untereinander respektloser und fordernder geworden ist.“

Und im ganzjährig geöffneten Lebacher Hallenbad gibt es, wie in den meisten Freibädern „keine besonderen Vorkommnisse“, betont Pressesprecherin Martina Kirsch. Nur aus Überherrn gab es keine Stellungnahme, trotz wiederholter Anfragen.

Wirklich gravierend waren wohl nur die Vorfälle, die sich am 2. und am 29. Juni im Sonnenbad Steinrausch abspielten (siehe unten).

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