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Franz-Josef Berg will Bürgermeister von Dillingen bleiben

SZ-Serie Bürgermeisterkandidaten in Dillingen : Er will die Innenstadt weiter umgestalten

Franz-Josef Berg strebt eine dritte Amtszeit als Bürgermeister an.

Seit 15 Jahren ist Franz-Josef Berg Bürgermeister von Dillingen, davor saß er schon 25 Jahre im Stadtrat. „Kommunalpolitik ist ein sehr großes Hobby von mir“, scherzt er. Im Amt bleiben will er weitere sechs Jahre: „Weil es mir wirklich Spaß macht, mit den Menschen in der Stadt etwas zu entwickeln.“

Bergs Lieblingsort in Dillingen sind die Vertikalen Gärten: „Hier sieht man, dass wir in der Stummstraße schon viel erreicht haben.“ Der kleine Platz ist für ihn „ein städtebaulicher Akzent“, zwischen Neueröffnungen in der Fußgängerzone und dem zukunftsträchtigen Gelände Richtung Marktstraße: Er stellt sich dort „ein ganz neues Areal, mit Wohnbebauung für Jung und Alt sowie Dienstleistungen“, vor.

Die Entwicklung der Innenstadt ist seit Jahren Bergs Lieblingsthema: Das Areal des Dillinger Kaufhauses will er noch umgestalten sowie den Odilienplatz, „vom Saardom bis zur letzten Etappe in der Stummstraße als Ganzes“. Einen „Mix aus Gastronomie, Geschäften und Dienstleistern“ will er langfristig schaffen. Für Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit soll die neue Außenstelle der Ortspolizei am Gleisdreieck sorgen. Unter anderem mit Ladestationen für E-Bikes soll der innerstädtische Verkehr angekurbelt werden: „Unser Radwegenetz kann man noch verbessern“, findet Berg.

„Bei meinen Hausbesuchen wird mir immer wieder bestätigt, dass wir eine gute Infrastruktur für Kinder haben“, betont er, etwa viele gut ausgestattete Spielplätze. Besonders gut angenommen werde der Kleinkindspielplatz, deshalb folgen weitere in Pachten und Diefflen. Die Anregung dazu kam übrigens bei einem Hausbesuch im Wahlkampf, erzählt Berg, „das habe ich gerne aufgegriffen.“

In den Grundschulen habe die Stadt neue Akzente gesetzt mit digitalen Tafeln. „Hier haben wir als Träger Geld in die Hand genommen, um alle Schulen gleich gut auszustatten.“ Bei der Nachmittagsbetreuung sei man an allen vier Standorten gut aufgestellt, trotz steigender Nachfrage, sagt Berg, in Diefflen kommt nun ein Anbau: „Wir haben vorher großzügig geplant, deshalb haben wir jetzt keine großen Probleme.“

Große Jugendabteilungen haben die Dillinger Vereine, betont er, „im Kultur- und Sportbereich wie im sozialen Bereich, das wollen wir weiter fördern.“ Zum Beispiel durch die finanzielle Unterstützung von Jugendprojekten oder den Ausbau der Sportstätten.

Dillingen will Berg bei Besuchern als „Eventstadt“ etablieren; mehr Service soll den Bürgern das „Rathaus der Zukunft“ bringen; das soziale Miteinander in der Stadt und Angebote für Ältere will er fördern. „Alleine kann man wenig erreichen“, weiß Berg, „aber meine Mitarbeiter bei der Stadt sind engagiert und knien sich rein.“