Franz-Josef Berg fordert erneut Reaktivierung der Niedtalstrecke

Berg zur Niedtalbahn : Auch Berg will Reaktivierung der Niedtalstrecke erreichen

„Saarland setzt sich für Niedtalstrecke ein“ berichtete die SZ am Donnerstag. Dillingens Bürgermeister Franz-Josef Berg begrüßt die beschriebene gemeinsame Forderung des Landtags-Vizepräsidenten Günter Heinrich, des Präsidenten des Départements Moselle, Patrick Weiten und des Präsidenten der Region Grand Est, Jean Rotter, an das französische Verkehrsministerium und an die französische Bahngesellschaft SNCF, die länderübergreifende Bahnstrecke zu reaktivieren.

„Als Bürgermeister habe ich bereits Ende 2016 in einem Brief an die Landesregierung auf die Notwendigkeit hingewiesen, diese Bahnstrecke zu erhalten“, erklärt Franz-Josef Berg.

Damals, wie heute sieht der Bürgermeister die Notwendigkeit, die Strecke nicht nur für den Güterverkehr zu reaktivieren, sondern langfristig auch für den Personenverkehr mit einem möglichen Ausbau der Strecke über Frankreich nach Luxemburg. „Dillingen ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für viele Pendler aus der Region“, sagt Berg. Als Industriestandort mit großen Arbeitgebern liege es im ureigenen Interesse der Stadt, nicht nur den Güterverkehr über die Gleise, sondern auch den Personenverkehr zu fördern. „In den Unternehmen arbeiten viele Menschen aus Frankreich, die mit einem vernünftigen, öffentlichen Verkehrsnetz Alternativen zum Auto hätten“, erklärt Berg.

Kritik übt der Bürgermeister am zögerlichen Verhalten der Deutschen Bahn. Berg verweist auf einen Bericht aus 2016. Demnach hatte sich der Konzernbevollmächtige der DB, Jürgen Konz, für eine Verbesserung der regionalen, grenzüberschreitenden Zugverbindung über Frankreich bis nach Luxemburg ausgesprochen und sogar von einem Testbetrieb innerhalb eines Jahres gesprochen. Berg hatte damals die Landesregierung schriftlich darum gebeten, sich für eine entsprechende Vereinbarung mit der Bahn einzusetzen, gleichzeitig auch Dillingen in weitere Überlegungen zum Ausbau des Nahverkehrsnetzes der Großregion einzubeziehen. „Selbstverständlich verfolge ich die Verhandlungen des Wirtschaftsministeriums mit der Deutschen Bahn und hoffe, dass die Landesregierung den Bahnkonzern zum Umdenken bewegen kann“, erklärt Berg.

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