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Es lässt sich wunderbar wohnen in Wohnstadt

Es lässt sich wunderbar wohnen in Wohnstadt

Mit einer Feier im Pfarrzentrum St. Monika wurde am Sonntag der 50. Geburtstag der Wohnstadt begangen. Zunächst als Wohngebiet entstanden, ist sie seit 1979 ein eigener Ortsteil der Gemeinde Überherrn.

"Sie haben es verstanden, ein funktionierendes Gemeinwesen zu entwickeln, in dem es sich lohnt zu leben", dankte Überherrns Bürgermeister Bernd Gillo am Sonntag den Bewohnern der Wohnstadt. Voll besetzt war da der Saal des Pfarrzentrums St. Monika, bei der ganztägigen Feier zum 50. Jahrestag des ersten Spatenstichs. Dieser war am 9. Oktober 1963, erläuterte Gillo. Damals stand fest, dass im Süden Überherrns keine Satellitenstadt mit circa 20 000 Einwohnern entstehen würde, sondern ein neues Wohngebiet mit Eigentumswohnungen.

1965 zogen die ersten Bewohner ein. Manch Kurioses begleitete die Anfangsjahre der Wohnstadt. Die 1967 gegründete Pfarrgemeinde musste ihre ersten Messen im Gymnastikraum der Schule feiern. Die wiederum hatte schon vor den ersten Häusern bestanden und musste einige Zeit auf Schüler warten. Am 26. Mai 1965 fand hier auch das Richtfest zur 8,5-millionsten Wohnung statt, die nach dem Krieg in der BRD entstanden war. Anwesend war Bundeskanzler Ludwig Ehrhard.

Gillo und Ortsvorsteher Günter Hild enthüllten zusammen mit Vertretern der lokalen Politik das neu erstellte Wappen der Wohnstadt. Denn die ist seit 1979 ein eigener Ortsteil und darf ein solches Symbol führen. Drei Bäume stehen für den Warndtwald, erklärte Hild. Weitere Felder enthalten den Löwen von Nassau-Saarbrücken, die lothringischen Lilien und die Zeichen von Bergbau und Hütte. Die Überherrner Ehrennadel erhalten für ihre Verdienste um die Wohnstadt Bärbel Britten, Norbert Chadzelek, Franz Fetik und Christel Doenhardt.