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Eine Zeitreise in die eigene Kindheit

Eine Zeitreise in die eigene Kindheit

Die Kindertagesstätte St. Maximin feierte ihren 100. Geburtstag. Seit 37 Jahren arbeitet Helga Kleinschmidt als Erzieherin dort. Bei der 100-Jahr-Feier war sie auf vielen Fotos der Bilderausstellung zu finden.

Die Bilderausstellung zum 100. Geburtstag der Kita St. Maximin in Pachten war nur einer von vielen Programmpunkten, doch lockten gerade diese zahlreichen Aufnahmen die Gäste, um eine eigene Zeitreise in die Kindheit zu unternehmen. Allerdings nicht auf den Aufnahmen finden konnte sich Dillingens Bürgermeister Franz-Josef Berg. "Mit einer Kindergartenvergangenheit kann ich leider nicht dienen, bei uns war das damals nicht erwünscht. Meine Mutter war zu Hause, da war Kindergarten nicht angesagt", erinnerte er sich. Nicht nur die älteren Festbesucher, auch die erst zehn Jahre alte Lea, inzwischen Schülerin der Klasse fünf, suchte begeistert ihr Gruppenfoto.

Auf sehr vielen Bildern ist Helga Kleinschmidt zu finden. Sie ist seit dem Ende ihrer Ausbildung im Jahr 1978 in St. Maximin, "und ich kann mich noch gut an Schwester Bertram erinnern", erzählt sie aus der Zeit mit den Ordensschwestern. In den 37 Dienstjahren habe sich vieles verändert, "ich habe drei Pastoren, vier Leitungen, aber auch den Wechsel von der Kirche zur Kita GmbH erlebt", sagt sie. "Mein Beruf macht mir hier in St. Maximin immer noch sehr viel Freude, sonst wäre ich wohl nicht so lange schon hier."

Schminken für die Kleinen

Am Samstag war für sie und die übrigen 16 Erzieherinnen Mithelfen Ehrensache. Unterstützung fand die Kita unter anderem bei den Helfern der VVB Dillingen. Hier ließ sich die zehnjährige Joana am Schminktisch in einen wilden Tiger verwandeln. Die meisten Gäste ließen es am Samstagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein nach dem Gottesdienst erst einmal bei Kaffee und Kuchen im Hof zwischen Kirche, Kindergarten und Pfarrheim gemütlich angehen.

Mit einer Zeitreise, zwar nicht zurück in die Zeit der Gründung des Kindergartens, doch aber in die wilden 50er Jahre mit einem fetzigen Rock 'n' Roll, hatten die Erzieherinnen mit den zukünftigen Schulkindern einen wirklichen Höhepunkt der Feier einstudiert. Gitarren, wippende Petticoats und viele rote Herzen sorgten für wahre Beifallsstürme.