Eine dauerhafte Geldanlage

Dillingen. Unter den knapp 60 Zweigstellen der Kreissparkasse Saarlouis ist die am Gleisdreieck in Dillingen etwas Besonderes. Durch die Alleinstellung in der Innenstadt und die Nähe zur Dillinger Hütte ist sie die größte Niederlassung. Von der 1857 entstandenen KSK gab es auch in Dillingen schon vor der Jahrhundertwende eine Geschäftsstelle, die jedoch erst am 1

 Axel Hewer leitet die Dillinger Geschäftsstelle der Kreissparkasse am Gleisdreieck. Foto: Ruppenthal
Axel Hewer leitet die Dillinger Geschäftsstelle der Kreissparkasse am Gleisdreieck. Foto: Ruppenthal

Dillingen. Unter den knapp 60 Zweigstellen der Kreissparkasse Saarlouis ist die am Gleisdreieck in Dillingen etwas Besonderes. Durch die Alleinstellung in der Innenstadt und die Nähe zur Dillinger Hütte ist sie die größte Niederlassung. Von der 1857 entstandenen KSK gab es auch in Dillingen schon vor der Jahrhundertwende eine Geschäftsstelle, die jedoch erst am 1. April 1910 hauptamtlich besetzt wurde, weshalb sie heute 100. Geburtstag feiert. Zunächst musste sie kleine Brötchen backen und kam in der Stummstraße 56 bei Bäckermeister Becker-Meilchen unter, für eine Miete von 120 Mark - jährlich, versteht sich. Der Chronik nach übernahm der Bäckerssohn auch die Verwaltung der Geschäftsstelle. Dank der industriellen Entwicklung der Stahlstadt machte die KSK gute Geschäfte, so dass die Filiale mehrmals umzog und erweitert wurde: erst in ein Gebäude in der Kelkelstraße, Ecke Hüttenwerkstraße, 1912 in die Merziger Straße 12 (damals Kaiser-Friedrich-Straße).Ungeliebtes Alleinstellungsmerkmal: Als erste Geschäftsstelle der KSK überhaupt überfiel sie ein Bankräuber. Nach Schalterschluss schoss der am 13. Dezember 1930 Filialleiter Matthias Rohrer nieder. Nachdem er sich von dem Lungendurchschuss erholt hatte, leitete Rohrer noch 30 Jahre die Geschäftsstelle. Diese zog 1934 am Gleisdreieck in einen Neubau der KSK. "Das Gebäude sieht heute noch fast genauso aus", sagt Axel Hewer, Geschäftsstellenleiter seit 2006. Die Schalterhalle brannte jedoch an Heiligabend 1978 weitgehend aus. Ein Elfjähriger hatte eine Fackel aus Papier gerollt und angezündet in den Hausbriefkasten gestopft. In einem Kraftakt zogen Handwerker über die Feiertage eine Wand zwischen dem ausgebrannten und dem nur durch Gase, Hitze und Wasser lädierten Teil ein. So waren die Schalter schon am 27. Dezember wieder geöffnet.Vorreiter mit AutoschalterAuch heute setzt die KSK auf Erreichbarkeit: werktags 8 bis 17 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr. "Wir haben den Vorteil, durchgehend geöffnet zu haben", betont Hewer, "die Leute kommen gerne in ihrer Mittagspause vorbei." Dass der einstige Knotenpunkt Gleisdreieck nun verkehrsberuhigt ist, schade nicht, dank des eigenen Parkplatzes an der Kelkelstraße. Da gab es schon seit 1970 einen Autoschalter, als "Drive-Ins" bei Fast-Food-Restaurants noch unbekannt waren. Bis zur letzten KSK-Umgestaltung 2003. Mit den Kollegen des Centers für Gewerbekunden, Vermögensmanagement, Baufinanzierung, Immobilien und Versicherung sind bei der KSK Dillingen 28 Mitarbeiter beschäftigt. Seit 1983 gibt's auch Bankautomaten. Die Vorhalle bietet heute rund um die Uhr Geräte für Kontoauszug, Überweisung, Einzahlung und Abhebung (samt Münzgeldrollen).