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| 20:36 Uhr

Konzert
Ein etwas anderes Weihnachtskonzert

Das rund 30 Musiker starke Große Orchester des MV „Piano Forte“ Diefflen bot den Zuhörern ein abwechslungsreiches Konzert. 
Das rund 30 Musiker starke Große Orchester des MV „Piano Forte“ Diefflen bot den Zuhörern ein abwechslungsreiches Konzert.  FOTO: Thomas Seeber
Diefflen. Der Musikverein „Piano-Forte“ lud zum Jahreskonzert ins Gemeindehaus Diefflen ein. Gespielt wurden bekannte Filmmelodien. Von Jutta Stamm

Bereits zum 37. Mal richtete der Musikverein „Piano-Forte“ Diefflen sein Jahreskonzert aus. Da es am zweiten Advent stattfand, wurde es „Weihnachtskonzert“ getauft, auch wenn der Schwerpunkt auf Filmmelodien lag. Wieder waren viele Gäste trotz des Wintereinbruchs gekommen – doch es waren im Wesentlichen wohl die Angehörigen der Mitwirkenden.

Begrüßt wurden die Konzertbesucher mit dem Weihnachtslied „Herbei, o Ihr Gläubigen“, das bei gedämpftem Licht aus Lautsprechern ertönte. Erst danach kamen die etwa 30 Musiker des Großen Orchesters, darunter etliche junge Damen, auf die Bühne. Mit ihrem Dirigenten Josef Krämer hatten sie abwechslungsreiche Literatur für Blasmusik eingeübt.

Ein Weihnachtskonzert war es eher nicht, wenn auch hier und da weihnachtliche Melodien zu hören waren. Auf dem Programm standen hauptsächlich Filmmelodien. So stimmte das gut besetzte Blasorchester, rhythmisch begleitet von zwei Schlagzeugern, die Zuhörer mit Jacob de Haans „Queen of the Dolomites“ ein. Gemeint ist das italienische Cortina d’Ampezzo. Dem Orchester gelang es, sowohl die majestätischen als auch die lyrischen Passagen dieses Musikstücks eindrucksvoll wiederzugeben. Tempi- und Taktwechsel wurden sicher beherrscht, Zäsuren und Akzente präzise gesetzt. Durchgängig tadellos waren die Schlussakkorde.

Dank der Moderation von Manfred Huckert aus den Reihen der Musiker erfuhr das Publikum einige Hintergründe zu den Musikstücken, so auch zu „Moment for Morriccone“, einem Zusammenschnitt von Titeln aus mehreren legendären Filmen von Ennio Morricone. Morricone – ohne Zweifel einer der weltweit größten Soundtrack-Komponisten unserer Zeit – wurde durch seine Filmmusiken zu zahlreichen Italo-Western bekannt. Johan de Meijs Arrangement, das sich das Piano-Forte-Orchester zu eigen gemacht hat, gehört zu den weltweit erfolgreichsten Veröffentlichungen für Blasorchester. Die Lautstärke hätte dabei durchaus ein wenig reduziert werden können.

Der Polka-Hit „Von Freund zu Freund“ von Martin Scharnagl mit einem Solo für Flügel- und Tenorhorn, gespielt von Peter Becker und Manfred Leidinger, machte anschließend Lust aufs Tanzen, während die kleine Adventsfantasie „Mentis“ Besinnlichkeit verbreitet. Der junge Komponist Thiemo Kraas hat darin die Weihnachtslieder „Maria durch ein Dornwald ging“ und „Macht hoch die Tür“ zusammengefügt.

Im zweiten Teil bot das Große Orchester sechs weitere Stücke, wobei das kubanische „El Cumbanchero“ besonders begeisterte. Lob gilt vor allem den Rhythmikern an den Trommeln, von denen zwei mit ihren Händen den Takt vorgaben und damit Stimmung verbreiteten. Am Schluss durften die Besucher selbst aktiv werden und nach Aufforderung des Dirigenten bei der „Parade of Glory“ mitpfeifen.

Bevor jedoch das Große Orchester (nach der Pause) nochmals auftreten durfte, bekam das Jugendorchester seine Chance. Der Jüngste ist gerade mal zehn Jahre alt und spielt Saxophon. Zu den gut vorgetragenen drei Stücken gehörte ein schwungvoller südamerikanischer Tanz, der „Sun Calypso“, in Dur und Moll. Vielleicht hätte er ein bisschen temperamentvoller gespielt werden können? Aber auch hier gelangen das Zusammenspiel, Auftakte und Schlüsse sowie rasche Tempi- und Dynamikwechsel perfekt.

Ein Ereignis sollte noch erwähnt werden: Ehrenmitglied Reinhold Schmitz ging mit diesem Konzert „in den musikalischen Ruhestand“, wie die Vereins-Vorsitzende Annika Caspar in ihrer Laudatio darlegte. Schmitz gehört dem Verein seit der Neugründung – also 63 Jahre – an, war 24 Jahre Vorsitzender und leistete 54 Jahre lang Vorstandsarbeit. Zudem spielte er selbst Klarinette und Saxophon und unterrichtete. Ihm wurde mit einem Geschenk, den Grüßen seiner Musikfreunde und dem Marsch „Schwabengruß“ gedankt.