Dillinger verleiht Schülerforschungspreis in Dillingen

Schülerforschungspreis : Gute Ideen zu Technik und Innovation

Dillinger vergibt erstmals einen Schülerforschungspreis an fünf Oberstufenschüler aus dem Saarland.

Im Gästehaus von Dillinger wurden am Montag beim erstmals ausgelobten Schülerforschungspreis die Sieger gekürt. Alle sechs eingereichten Arbeiten befassten sich mit technischen Fragestellungen. Den ersten Preis gewannen Lea Burger und Bonita Ruppert vom Robert-Schuman-Gymnasium Saarlouis mit dem Projekt „Windenergie am Windradturm“.

„Mit dieser Qualität hätte ich nie im Leben gerechnet“, betonte Michael Bott als Vertreter der neunköpfigen Jury. „Absolut beeindruckend“, lobte Ute Engel, die Leiterin Kommunikation bei Dillinger und ebenfalls Jury-Mitglied, die eingereichten Arbeiten. Sie hatte die Idee zu dem Wettbewerb, um der „Fridays for future“-Generation die Kernthemen von Dillinger näher zu bringen. „Junge Menschen interessieren sich für Technik, Innovation und Nachhaltigkeit, sei es mit komplexen Fragestellungen zum Klimaschutz, der Verbesserung der Arbeitssicherheit oder dem Vorantreiben der Energiewende“, zog auch der Vorstandsvorsitzende von Dillinger, Tim Hartmann ein positives Fazit.

Cornelis Wendler, Leiter Bildung und Personalentwicklung, der mit seinem Kollegen Stefan Krutten für die Organisation des Wettbewerbs zuständig war, konnte neben den Teilnehmern auch Lehrer und Eltern begrüßen. Dann hatten die Schüler die Möglichkeit, ihre Arbeiten vor der Jury zu präsentieren und sich deren Fragen zu stellen. Nach einer Stunde Präsentation zog sich die Jury zur 30-minütigen Beratung zurück. „Es war keine leichte Entscheidung“, betonte Cornelis Wendler anschließend vor der Preisverleihung.

„Damit hatten wir nicht gerechnet“, zeigte sich Bonita Ruppert von ihrem Sieg überrascht. Mit Lea Burger gemeinsam hatte sie nachgewiesen, dass sich bei Windrädern neben den Rotoren auch der Turm für die Energiegewinnung nutzen lässt. Zwei Jahre lang hatten die beiden 17-jährigen Schülerinnen aus Altforweiler und Saarwellingen daran gearbeitet und mit ihrem Projekt bereits den Landeswettbewerb „Jugend forscht“ in diesem Jahr gewonnen. Trotzdem glaubten die Beiden nicht wirklich an ihre Sieg-Chance, weil „starke, faszinierende Projekte“ dabei waren.

Dazu gehörte der „Bau eines Kupolofens mit Vorherd“ im Miniatur-Format von 25 Zentimeter Herd-Durchmesser, den Niklas Buchheit als Wettbewerbsarbeit eingereicht hatte. Damit kam der 16-Jährige aus Schmelz-Limbach, der das Hochwald-Gymnasium Wadern besucht, auf den zweiten Platz. Eine „sehr facettenreiche Arbeit“, lobte der Technik-Vorstand von Dillinger,  Alois Streißelberger.

Den dritten Platz teilten sich zwei Schüler des Saarlouiser Max-Planck-Gymnasiums. Der 16-jährige Sten Faber, der einen Roboter zur mobilen Schadstoffmessung entwickelt hat, sowie der 18-jährige Florian Bies mit der Untersuchung von „Ansätzen einer emissionsarmen Stahl-Erzeugung“. Neben Lob und Anerkennung für ihre Arbeiten erhielten die Sieger zudem noch Preisgelder in Höhe von 1000 Euro (1. Platz), 500 Euro (2. Platz) und 250 Euro (3. Platz). Alle Teilnehmer wurden außerdem von Dillinger zu einer „exklusiven Werksführung“ eingeladen.

Auch die Wettbewerbs-Teilnehmer hinter dem Podium zeigten sich nicht wirklich enttäuscht. „Ich habe durch das Projekt unheimlich viel gelernt“, freute sich Sarah Cullmann. Zusammen mit Miriam Ranem und Michelle Wagner hatte sie einen Planetenweg am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Lebach entwickelt, und „damit haben wir etwas Bleibendes geschaffen“.

Michael Bott (von links) mit den beiden Gewinnerinnen Lea Burger und Bonita Ruppert und Dillinger-Chef Tim Hartmann.  . Foto: Axel Künkeler

Für den Dillinger Vorstandsvorsitzenden Tim Hartmann „sind Sie alle Gewinner. Bewahren Sie sich diese Neugier und den Hunger auf Neues“, ermutigte er die Schüler. Weitermachen will auch Dillinger mit dem Schülerforschungspreis. „Wir werden den Wettbewerb fortsetzen“, kündigte Kommunikations-Chefin Ute Engel an. Dann wird neben der überragenden Qualität der eingereichten Arbeiten sicher auch deren Zahl deutlich ansteigen.

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