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Dillinger Schule am Ökosee belegt bei Winterspielen Platz vier im Floorball

Toller Erfolg : Nur knapp an einer Medaille vorbei

Floorball: Dillinger Schule am Ökosee bei Special-Olympics-Winterspielen Vierter.

Durch die Corona-Krise scheint es schon sooo weit weg, doch in der Erinnerung der Schüler sind die Ereignisse noch ganz frisch: Die Schule am Ökosee in Dillingen hat im März – unmittelbar vor der Corona-Pandemie – mit einer Floorball-Mannschaft an den Special Olympics Winterspielen in Berchtesgaden teilgenommen – und nach starken Auftritten den vierten Platz belegt. Floorball ist eine Mischung aus Feld- und Eishockey.

Dabei hatten die Spiele nicht gut begonnen: Aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen musste die Schule kurzfristig eines der beiden geplanten Teams abmelden. Die inklusive Mannschaft der Schule am Ökosee und der Sophie-Scholl-Gemeinschaftsschule Dillingen fuhr jedoch nach Berchtesgaden.

Am Abend vor dem Beginn der Spiele fand vor herrlicher Berg-Kulisse die Eröffnungsfeier der Spiele statt. Mit dabei war unter anderem auch Ski-Olympiasiegerin Hilde Gerg. Höhepunkt der Feier waren das Hissen der olympischen Fahne und das Entzünden des olympischen Feuers. Am nächsten Morgen begannen die Spiele. Zum Auftakt hatten die Blauen Teufel aus Dillingen die Stockenten aus Merkendorf (Schleswig-Holstein) lange Zeit im Griff, verloren dann jedoch durch einen Befreiungsschlag, der unglücklich im Tor landete, mit 0:1. Im zweiten Spiel hatte es Dillingen mit dem Team aus Wernigerode zu tun, das später das Turnier ungeschlagen gewann. Dillingen führte lange mit 1:0, bevor der Gegner kurz vor Spiel-Ende noch zweimal traf.

Einen Tag später fand das Saarland-Duell gegen die Junics, eine inklusive Mannschaft des Special-Olympics-Sportvereins Saarland statt. Die Blauen Teufel siegten mit 9:3 – und waren somit auf jeden Fall schon mal Saarlandmeister.

Am Donnerstag fand schließlich das letzte Spiel gegen die zweite Mannschaft aus Wernigerode statt. Auch hier führten die Blauen Teufel lange Zeit mit 1:0, dann folgte der Ausgleich – und eine Minute vor Schluss schoss der Gegner das 2:1. Doch die Dillinger gaben sich nicht geschlagen: Nach einer Auszeit und einer Umstellung fiel kurz vor Schluss der Ausgleich und in der Verlängerung das Golden Goal für die Blauen Teufel. Dadurch gab es drei Mannschaften, die zwei Spiele gewonnen hatten. Die Blauen Teufel belegten am Ende „nur“ den vierten Platz. Wäre nach der besseren Tordifferenz gewertet worden, wären die Dillinger Zweiter geworden.

In einem Punkt aber waren die Saarländer ohnehin nicht zu schlagen: Bei allen Spielen der Saar-Teams bebte die mit Fahnen geschmückte Halle – das Saarland war der absolute Stimmungs-Olympiasieger.

Besondere Highlights waren natürlich auch die kulturellen Ausflüge. Neben dem Besuch des Salzbergwerks mit seiner tollen Lichter-Show waren auch die Fahrt mit dem Boot über den Königssee zur Kirche St. Bartholomä und ein Besuch des spektakulären Skeleton-Trainings an der Eisbobbahn Königssee einige unvergessliche Highlights.