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Dillinger Hütte will unfallfrei werden

Dillinger Hütte will unfallfrei werden

Sicherheit hat bei der Dillinger Hütte oberste Priorität. Jetzt führte die Hütte erstmals zwei "Tage der Arbeitssicherheit" durch. Dabei stellten sich die verschiedenen Betriebseinheiten der Hütte mit ihren Maßnahmen und Projekten vor.

Dillingen. Arbeitsdirektor Peter Schweda nannte schon bei der Eröffnung das hochgesteckte Ziel: Die Dillinger Hütte will nicht nur den besten Stahl produzieren, nicht nur die beste Belegschaft haben, sie will auch die sicherste Hütte der Welt werden. Ziel ist es zum einen, auf dem Weg zum unfallfreien Unternehmen weitere Fortschritte zu machen, zum anderen sollen die verschiedenen Bereiche voneinander lernen und ihre Ideen über ihre eigenen Grenzen hinaus den Kollegen bekannt machen.Externe Partner waren auch mit dabei: Der TÜV Saarland, die Berufsgenossenschaft Holz und Metall sowie das Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz steuerten ihren Beitrag zur Premiere dieser "Tage der Arbeitssicherheit" bei.

In der Unternehmensphilosophie der Dillinger Hütte steht die Arbeitssicherheit an vorderster Stelle, so wie Ute Engel, Leiterin des Bereichs Kommunikation, hervorhob. Sie hat den Vorrang vor allen anderen Unternehmenszielen. Nachdem die Arbeitssicherheit in den vergangenen Jahren spürbar verbessert werden konnte, blieb die Unfallzahl - 40 ab einen Tag Mitarbeiter-Ausfall in 2011 - gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Unfallhäufigkeit (Anzahl der Unfälle mit einem Tag Ausfall je 1 000 000 Arbeitsstunden) ist mit einem Wert von 4,4 gegenüber 4,6 im Vorjahr wieder leicht gesunken. Um ihr Ziel der 100prozentigen Arbeitssicherheit zu erreichen, sagte Engel, wird die Dillinger Hütte weiterhin alle Anstrengungen unternehmen und ihr Engagement für die Sicherheit fortsetzen. So werden beispielsweise für die persönliche Schutzausrüstung jedes Jahr rund zwei Millionen Euro investiert.

In puncto Arbeitssicherheit wird dabei zunehmend der Schwerpunkt auf einer Veränderung des Verhaltens und einer stärkeren Verankerung des Themas im Bewusstsein der Belegschaft liegen. Dabei sollen neben der konsequenten Fortführung der inzwischen bewährten Maßnahmen und Instrumente wie etwa der "Sicherheitsviertelstunden", der "verhaltensorientierten Sicherheitsdialoge" und der regelmäßigen Betriebsbegehung durch den Vorstand alle Mitarbeiter schichtbezogen geschult werden.

Mit der erstmaligen Arbeitssicherheitsmesse ist es gelungen, sagte Ingenieur Mark Meiers, Organisator der Messe, "wieder ein gehöriges Maß an Motivation und Inspiration betriebsübergreifend in die Belegschaft zu tragen."