Dillinger Hütte investiert in neues Ausbildungszentrum Metall

Kostenpflichtiger Inhalt: Neues Ausbildungszentrum : „Ein guter Tag in bewegten Zeiten“

Dillinger investiert in ein modernes Ausbildungszentrum. Dies sollen künftig auch mehr externe Azubis nutzen.

Mitten in der Krise baut Dillinger auf dem Hüttengelände ein neues Ausbildungszentrum – Arbeitsdirektor und Personalvorstand Peter Schweda weiß, „dass das für den ein oder anderen nicht ganz zusammenpasst“. Er sei allerdings überzeugt: „Es ist genau die richtige Zeit!“, sagte er am Mittwoch vor dem Spatenstich zum neuen Ausbildungszentrum Metall zu den Gästen aus den umliegenden Berufsschulen, Politik und Wirtschaft. „Es ist der Beweis der Arbeit, die wir im Augenblick machen, nämlich unsere Hütte zukunftsfähig zu gestalten.“ Auch Wirtschafts-Staatssekretär Jürgen Barke hob hervor: Es sei „ein guter Tag in bewegten Zeiten.“

Mit dem neuen Zentrum soll die Gesamtausbildung auf den neuesten Stand gebracht werden: Die Werkstatthalle auf rund 1300 Quadratmetern Fläche, die neben den bisherigen Metallwerkstätten entsteht, bietet unter anderem fünf Schulungsräume mit moderner Multimedia-Technik, darunter dreidimensionales Messen und Planen, Simulationen bei der Metallbearbeitung und vier 3D-Druckern. Ein moderner Industrie-Maschinenpark soll dort eingerichtet werden. Bis zu 180 Arbeitsplätze an Maschinen, Werkbänken und in den Schulungsräumen werden eingerichtet, außerdem ein Projektraum für modernste Klebeverfahren und Wälzlagertechnik.

Davon profitieren nicht nur die vielen Auszubildenden in den zehn Metall-Berufen, sondern die ganze Belegschaft, die hier Fortbildungen besuchen kann; auch für überbetriebliche Ausbildung von anderen Betrieben aus der Region soll der Bau zur Verfügung stehen.

Rund 6,5 Millionen Euro investiert der Konzern in den Neubau, im März 2021 soll er fertiggestellt sein. Das neue Zentrum soll auch den Veränderungen in der Ausbildung Rechnung tragen, neue Anforderungen der Digitalisierung in der Industrie seien die Schwerpunkte dabei.

„In dem Neubau können wir alle Möglichkeiten voll ausschöpfen“, freute sich Cornelis Wendler, Leiter des Bereichs Bildung und Personalentwicklung bei Saarstahl und Dillinger, „vorher waren wir teilweise räumlich beschränkt, nun können wir uns mit modernen Arbeitsformen und -methoden in den Werkstätten neu aufstellen.“ Der Neubau sei ein positives Signal, dass in die Mitarbeiter investiert werde, „das ist ein tolles Zeichen“, findet er.

„Stahlarbeit ist Facharbeit“, betonte Schweda, und die Facharbeiter bilde das Unternehmen aus, inzwischen auch für andere Betriebe: Aktuell lernen 60 externe Auszubildenden bei Dillinger und Saarstahl, künftig sollen es noch mehr werden.

Über 500 Auszubildende gibt es derzeit  insgesamt bei Dillinger und Saarstahl, in 18 Berufen. Industriemechaniker und Zerspanungsmechaniker gehören zu den beliebtesten.

Die „exzellente Ausbildung“, erklärte Schweda, zeige sich daran, dass die letzten Jahrgänge alle einen Notenschnitt von 2,5 vorweisen konnten; auch Landes- und Bundesbeste stelle das Unternehmen regelmäßig. „Wer den besten Stahl machen will, braucht die Exzellenz am Arbeitsplatz und die haben wir hier.“