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Dillingen trauert den vergebenen Chancen nach

Dillingen trauert den vergebenen Chancen nach

Die Ü50-Fußballer des VfB Dillingen kamen beim DFB-Ü50-Cup in Saarbrücken zu spät auf Touren und mussten schon nach der Vorrunde die Segel streichen. Der Sieg auf dem Kleinspielfeld ging nach Sachsen.

Sie hatten sich beim Heimspiel viel vorgenommen. Nach mehreren Auflagen in Berlin fand der DFB-Ü50-Cup des Deutschen Fußball-Bunds am Wochenende erstmals in Saarbrücken statt. Doch für die Spieler des VfB Dillingen war bereits nach dem zweiten Spiel auf dem Rasen an der Sportschule so gut wie klar, dass die Reise im zehnköpfigen Starterfeld nicht über die Vorrunde hinausgehen würde.

Im Auftritt gegen die AH der SG Darmstadt sind am Samstag noch zwei Minuten auf der Uhr, als die Entscheidung fällt. Beim Stand von 2:2 kommt Dillingens Armin Meiers im Strafraum des Kleinspielfeldes gegen Matthias Schmitt einen Tick zu spät - es gibt den bereits vierten Neunmeter der umkämpften Partie. Rainer Hill tritt an und setzt die Kugel an VfB-Torwart Hans-Peter Haase vorbei ins linke untere Eck (29. Minute). Kurz darauf reißen die Darmstädter beim Abpfiff jubelnd die Arme nach oben - während sich beim VfB nach der zweiten Pleite Ernüchterung einstellt: "Die Enttäuschung ist groß. Ich wäre zu wenig Sportsmann, wenn ich sagen würde, die Teilnahme ist alles", sagt Uwe Haas, der zuvor zwei Mal vom Punkt aus für Dillingen ausgeglichen hatte. "Ich hatte eigentlich das Gefühl, dass wir personell stärker aufgestellt sind. Heute wurden uns aber auch Grenzen aufgezeigt", ergänzte der 52-jährige Ex-Bundesliga-Spieler des 1. FC Köln.

"Im ersten Spiel war viel mehr drin. Da hatte ich alleine zwei Riesenchancen. Diese Niederlage hat schon wehgetan", trauerte VfB-Akteur Matthias Malter dem verpatzten Start ins Turnier hinterher. Da war Dillingen gegen Hertha BSC Berlin am Drücker, traf durch Haas aber nur zum zwischenzeitlichen 1:1 und verlor mit 1:2. Trotz der frühen Dämpfer bewies der VfB zumindest Moral. Zum Abschluss des ersten Tages verbuchte Dillingen gegen die DJK Stenern den ersten Sieg. Nach Toren von Haas (zwei) und Eric Forster war es Jürgen Staretzek, der den Ball kurz vor Schluss zum 4:3 unter die Latte setzte. Am Finaltag drehte der VfB durch Tore von Walter Summa und Ralf Krisp gegen den TSV Lesum-Burgdamm ein 0:1 noch in ein 2:1 um. Am Ende stand Rang sechs zu Buche, und Haas durfte sich dank seiner fünf Treffer mit der Torjägerkanone trösten.

Hertha BSC auf Platz vier

Das Finale am Sonntag war eine klare Angelegenheit. Die SG Neuhausen/Cämmerswalde/Deutschneudorf sicherte sich mit einem 3:0 über die SG Essinghausen/PSG Peine die deutsche Meisterschaft. Nach einer Flanke setzte Steffen Seifert das Leder sehenswert per Kopf in den Winkel, noch vor der Pause legte das Team aus dem Erzgebirge durch Uwe Morgenstern nach. In den zweiten 15 Minuten sorgte Uwe Müller per Strafstoß für die endgültige Entscheidung (24.). Das Neunmeterschießen um Platz drei gewann die SG Darmstadt mit 3:2 gegen Hertha BSC .