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Saarlandliga
Dillingen setzt auf personelle Kontinuität

Dillingen will am Sonntag wieder jubeln (hier beim 7:2 gegen Bous).
Dillingen will am Sonntag wieder jubeln (hier beim 7:2 gegen Bous). FOTO: Ruppenthal
Dillingen. Der VfB Dillingen trifft an diesem Sonntag um 15 Uhr im Verfolger-Duell der Fußball-Saarlandliga auf die Spvgg. Quierschied. Von Philipp Semmler

Es ist die wohl letzte Chance für den VfB Dillingen noch einmal ins Titelrennen der Saarlandliga einzugreifen: An diesem Sonntag empfängt der Tabellen-Fünfte den Vierten aus Quierschied. Bei einer Niederlage würde sich das Team von Trainer Daniel Kiefer wohl aus dem Kampf um Platz eins verabschieden, bei einem Sieg würde der Rückstand zum Führungsduo TuS Herrensohr und Borussia Neunkirchen zumindest nicht größer werden. Aktuell beträgt dieser vier Punkte.


„Wir wollen unbedingt gewinnen“, sagt Dillingens Vorsitzender Josef Schya. Denn das erste von drei aufeinanderfolgenden Top-Duellen verlor sein Team am vergangenen Sonntag. Da gab es ein 1:3 beim neuen Spitzenreiter Herrensohr. Eine Woche nach der Begegnung gegen Quierschied reist der VfB zum Tabellen-Dritten SV Auersmacher.

Dass die Hüttenstädter vor den beiden Verfolger-Duellen überhaupt noch Titelchancen haben, liegt daran, dass der VfB unter Neu-Trainer Daniel Kiefer (23) und dessen Assistent Francesco Schifino (39) ordentlich aus der Winterpause kam. 13 Punkte gab es in sieben Begegnungen im neuen Jahr.

Eine gute Bilanz, die nach den Turbulenzen um den Rücktritt von Trainer Oliver Dillinger und dessen Trainerteam im Dezember 2017 (wir berichteten) nicht unbedingt zu erwarten war. Schließlich war die Verpflichtung des sehr jungen Trainers Kiefer auch ein Wagnis, das der Club einging.

Schya sagt dazu: „Wir wussten über welche Qualität Daniel als Trainer verfügt. Wir sind bislang sehr zufrieden mit seiner Arbeit.“ Der Vorsitzende ergänzt: „Auch viele Spieler haben sich in Einzelgesprächen bislang nur positiv über unser neues Trainerteam geäußert.“



Dass die Spieler mit der Arbeit ihrer Übungsleiter zufrieden sind, zeigt auch die Tatsache, dass fast alle dem Club für die kommende Saison zugesagt haben. Dillingen setzt also auf personelle Kontinuität. „95 Prozent des aktuellen Kaders werden bei uns bleiben“, verkündet Schya stolz. Auch Defensivspieler Ceikh Cissé, der eigentlich seine Karriere beenden wollte, wird nun doch noch mindestens eine Saison dranhängen.

Ein Fragezeichen steht lediglich noch hinter dem Verbleib von Torhüter Rick Hess. Der Luxemburger war in der Hinrunde Stammtorwart, hat mittlerweile aber den Platz zwischen den Pfosten an Konkurrent Nikolaj Kamenev verloren und liebäugelt deshalb mit einem Vereinswechsel.

Selbst wenn Hess gehen sollte hat der VfB aber kein Torwart-Problem. Denn die Hüttenstädter haben für kommende Runde Schlussmann Jan-Philipp Greff von der U21 des Regionalligisten SV Elversberg unter Vertrag genommen. Der 19-Jährige ist einer von bislang drei feststehenden Neuzugängen des Clubs. Die beiden anderen kommen aus dem eigenen Nachwuchs der JFG Saarlouis-Dillingen. Von dort rücken die beiden Angreifer Niklas Müller (19) und Leonard Hesslinger ins Saarlandliga-Team auf. Ganz abgeschlossen sind die Personalplanungen damit noch nicht. Allzu oft will der VfB aber auf dem Transfermarkt nicht mehr zugeschlagen. „Wahrscheinlich holen wir noch zwei weitere Spieler“, verrät Schya.