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Städtepartnerschaft
Sie füllen die Städtepartnerschaft mit Leben

50 Jahre Städtepartnerschaft Dillingen-Creutzwald: Die Bürgermeister Franz-Josef Berg (hinten v.l.) und Jean-Luc Wozniak, Generalkonsulin Catherine Robinet und Saar-Europaminister Stefan Toscani mit der Creutzwalder Delegation und Ehrengästen beim Festakt in Diefflen.
50 Jahre Städtepartnerschaft Dillingen-Creutzwald: Die Bürgermeister Franz-Josef Berg (hinten v.l.) und Jean-Luc Wozniak, Generalkonsulin Catherine Robinet und Saar-Europaminister Stefan Toscani mit der Creutzwalder Delegation und Ehrengästen beim Festakt in Diefflen. FOTO: Ruppenthal
Diefflen. Dillingen und Creutzwald haben das 50. Jubiläum ihrer Städtepartnerschaft gefeiert. Bei der Feier lobten Redner die Jumelage als Beispiel für ein Europa ohne Grenzen. Von Rolf Ruppenthal

Mit einem Festakt haben Dillingen und Creutzwald das 50-jährige Bestehen ihrer Städtepartnerschaft im Dieffler Gemeindehaus gefeiert. Dieser Festakt bildete den Abschluss verschiedener Veranstaltungen im Jubiläumsjahr. Neben den Bürgermeistern der letzten Jahre sowie den amtierenden Stadtchefs Franz-Josef Berg, Dillingen, und Jean-Luc Wozniak, Creutzwald, kamen mit der französischen Generalkonsulin an der Saar Catherine Robinet und dem saarländischen Europa-Minister Stefan Toscani zwei namhafte Gratulanten. Übereinstimmend lobten alle vier Redner die so intensiv gelebte und praktizierte Jumelage als beispielgebend für ein funktionierendes Europa ohne Grenzen.


„Wir können hier nahe an der ganzen Welt beweisen, dass wir Europäer sind,“ hatte einst vor 50 Jahren der Creutzwalder Maire Felix Mayer zum Abschluss der Partnerschaft gesagt. „Die geringe Entfernung ermöglichte es,“ betonte Bürgermeister Berg in seiner Rede und zitierte damit auch Mayer, „dass die Kontakte nicht nur auf der offiziellen Ebene beschränkt blieben, sondern dass sich auch ein reges und enges Miteinander in kultureller und sportlicher Hinsicht entwickelte.“ Berg verwies darauf, dass man in diesem Jahr bereits mehrfach bei vielfältigen Begegnungen die „Goldene Hochzeit“ angemessen gefeiert habe.

Nicht nur die Creutzwalder Freunde waren mit einer stattlichen Delegation nach Dillingen gekommen, mit Thomas Delling war auch der Bürgermeister der anderen Dillinger Partnerstadt vor Ort: Mit Hoyerswerda feiert Dillingen im nächsten Jahr die 30-jährige Freundschaft.



„Die Partnerschaft soll bestehende Bindungen verstärken und neue Beziehungen der beiden Städte über die Grenze hinweg auf allen Gebieten des menschlichen Zusammenleben knüpfen,“ heißt es in der Partnerschaftsurkunde vom 9. Dezember 1967. Mit zahlreichen Beispielen untermauerte Berg diese Aussage, die in den vergangenen 50 Jahren gelebte Realität geworden ist und bis auf den heutigen Tagen in ganz intensiver Form praktiziert wird. Das Spektrum reicht dabei von gemeinsamen Stadtratssitzungen über Freundschaftsbegegnungen der Sportvereine bis hin zu Konzerten, Ausstellungen und deutsch-französischen Ferienkolonien. Diese Aktivitäten beginnen bei den Kindergärten und reichen bis zu den Pensionärstreffen. Creutzwalds Bürgermeister Wozniak äußerte die Hoffnung, dass auch die folgenden Generationen diese ganz besondere Städtefreundschaft pflegen und bewahren werden.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von gesanglichen Darbietungen von Oranna Kasper und dem Gesangstrio Amicelli (Bea Spang, Christine Bernarding, Sabine Becker), die bei ihren zumeist französischen Liedbeiträgen von Thomas Bernarding am Klavier begleitet wurden.