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Fußball
Diefflens Heimfluch hält auch gegen Trier an

 Arthur Mielczarek (in weiß) leitete mit einem Foul nach vier Minuten den schnellen Rückstand ein.
 Arthur Mielczarek (in weiß) leitete mit einem Foul nach vier Minuten den schnellen Rückstand ein. FOTO: Achim Thiel / Kerosino
Diefflen. Die erste Hälfte im Spiel der Fußball-Oberliga zwischen dem FV Diefflen und Eintracht Trier am Samstag: Diefflens Stürmer Fabian Poß taucht in aussichtsreicher Position vor dem Tor der Gäste auf. Aber statt selbst zu schießen, versucht der Torjäger, den Ball quer auf einen Mitspieler zu legen. Dieser Pass gelingt nicht – und die Chance verpufft. Wenig später hat auch Sturmpartner Chris Haase solch eine hochkarätige Chance auf dem Fuß. Doch auch er zieht nicht ab, sondern versucht noch einen letzten Pass – der von einem Trierer Abwehrspieler geklärt wird. Von Philipp Semmler

Für Diefflens Spielertrainer Thomas Hofer sind dies zwei Szenen mit Symbolcharakter: „Sie zeigen, dass uns momentan vor dem gegnerischen Tor einfach das Selbstvertrauen fehlt“, erklärte der 35-Jährige nach der 0:2-Heimniederlage seiner Mannschaft gegen den Tabellendritten.



Vor allem zu Hause läuft es beim FV seit mehreren Wochen nicht mehr rund. Das 0:2 gegen Trier war die sechste Partie vor eigenem Publikum ohne Sieg in Folge. Nur ein einziger Treffer gelang Diefflen seit dem 3:1 gegen den SV Morlautern am 16. September in Heimspielen. Dabei hatte der FV in den vergangenen Jahren vor allem auf dem heimischen Babelsberg oft aus allen Rohren geballert und die eigenen Fans mit spektakulären Treffern verzückt.

Doch am Samstag jubelten zum wiederholten Male nur die Gäste-Anhänger – das erste Mal schon nach vier Minuten. Da foulte Diefflens Arthur Mielczarek Eintracht-Akteur Leoluca Diefenbach im Strafraum. Den fälligen Elfer verwandelte Jan Brandscheid zum 1:0 für die Gäste.

Die frühe Führung spielte den Moselanern natürlich in die Karten. Trier zog sich nun zurück und verwaltete das Ergebnis bis zur Pause. Auch nach dem Seitenwechsel ließ die Defensive der Eintracht kaum etwas zu. Und im Spiel nach vorne genügte ein Angriff, um für die Entscheidung zu sorgen. Kevin Heinz bediente Luca Sasso-Sant – und der staubte in der 73. Minute zum 2:0-Endstand ab. Für Trier war es der siebte Liga-Sieg in Folge. „Der Gegner hat abgezockt wie eine Spitzenmannschaft gespielt und deshalb nicht unverdient gewonnen“, musste Hofer zugeben.

Diefflen geht damit als Tabellen-Elfter in die Winterpause – und muss auch aufgrund der schwachen Heimbilanz den Blick nach hinten richten. Der FV hat derzeit nur noch vier Zähler Vorsprung auf den ersten möglichen Abstiegsplatz.