| 19:06 Uhr

Diefflens Defensiv-Baustelle

Diefflens Kapitän Toni Jakic (rechts) fehlt dem FV Diefflen derzeit im Abwehrverbund. Doch nicht nur der Kapitän fehlt in der Defensive. Foto: Philipp Semmler
Diefflens Kapitän Toni Jakic (rechts) fehlt dem FV Diefflen derzeit im Abwehrverbund. Doch nicht nur der Kapitän fehlt in der Defensive. Foto: Philipp Semmler FOTO: Philipp Semmler
Diefflen. Der FV Diefflen bestreitet an diesem Samstag um 15.30 Uhr im Dillinger Parkstadion sein erstes Heimspiel nach der Rückkehr in die Oberliga. Die größte Baustelle des FV ist derzeit die Defensive – das hat das 1:4 am ersten Spieltag beim FSV Jägersburg deutlich gemacht. Philipp Semmler

Problemzone Defensive: Beim FV Diefflen wackelte am vergangenen Samstag bei der 1:4-Niederlage im ersten Saisonspiel der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar beim FSV Jägersburg die Abwehr gewaltig. "Das kennen wir schon", werden sich da sicher einige FVD-Fans gedacht haben. Denn auch in der vergangenen Spielzeit, als die Rot-Weißen Meister der Saarlandliga wurden, gab es zu Saisonbeginn Defensiv-Probleme. Zwölf Gegentore gab es damals in den ersten sechs Begegnungen. Der Verein reagierte und verpflichtete mit Armend Haliti einen erfahrenen Abwehr-Chef. Und dieser Schachzug ging voll auf. Nur noch 18 weitere Gegentreffer kamen bis zum Saisonende hinzu. Diefflen spielte satte 15 Mal hinten zu Null.


Doch nun ist Haliti weg - er wechselte im Sommer zum Ligakonkurrenten Saar 05 - und die Abwehr-Probleme sind wieder da. Das zeigte nicht nur das Spiel in Jägersburg. Auch in der Vorbereitung deutete sich dies schon an, wie beispielsweise bei der 3:10-Niederlage gegen den luxemburgischen Erstligisten Viktoria Rosport. Um die Probleme weiß auch FV-Spielertrainer Thomas Hofer. "Ja, da haben wir noch Verbesserungsbedarf", gibt der 33-Jährige unumwunden zu.

Über den Verlust von Haliti möchte er aber nicht mehr reden. "Er ist weg, ich befasse mich lieber mit den Spielern, die noch bei uns im Verein sind", sagt der Trainer. "Da denke ich beispielsweise an Arthur Mielczarek", erklärt Hofer. Den Franzosen hatte er eigentlich nach dem Haliti-Weggang für die Innenverteidiger-Position eingeplant. Doch eine Schambein-Entzündung bei Mielczarek machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Und die Verletzung scheint hartnäckiger zu sein, als erwartet. "Ich gehe davon aus, dass Arthur um eine Operation nicht herumkommt. Dann würde er bis zum Jahresende fehlen", berichtet Hofer. Mit Kapitän Toni Jakic ist ein weiterer Innenverteidiger mit Adduktoren-Problemen seit Monaten außer Gefecht, was für Hofer die Besetzung der Viererkette nicht einfacher macht.

In Jägersburg spielten dort die Neuzugänge Alpcan Ömeroglu und Yacine Baizide in der Innenverteidigung, Michael Müller und Sascha Hermes wurden als Außenverteidiger eingesetzt. Ob das auch an diesem Samstag im ersten Heimspiel um 15.30 Uhr gegen Arminia Ludwigshafen im Dillinger Parkstadion so bleibt, weiß Hofer noch nicht. "Ich werde auf jeden Fall etwas ändern, ob das auch die Viererkette betrifft, müssen wir sehen", sagt der Übungsleiter. Zumindest auf einer Position ist der 33-Jährige aber ohnehin zu einem Personalwechsel gezwungen. Neuzugang Michael Fritsch ist nach seiner frühen Roten Karte in Jägersburg gesperrt. Auch Ludwigshafen startete übrigens mit einer Niederlage in die Saison. Die neu formierte Mannschaft der Arminia zog zu Hause gegen den TuS Mechtersheim mit 0:2 den Kürzeren.