| 20:11 Uhr

Fußball-Oberliga
Diefflen ist einfach standardmäßig gut

Difflens Fabian Poß umkurvt hier den Koblenzer Dominik Schmidt wie eine Slalomstange. Kurz nach dem Führungstreffer war Poß von Gästetorhüter Tobias Oost nur mit einer Notbremse zu stoppen. Oost flog dafür vom Platz.
Difflens Fabian Poß umkurvt hier den Koblenzer Dominik Schmidt wie eine Slalomstange. Kurz nach dem Führungstreffer war Poß von Gästetorhüter Tobias Oost nur mit einer Notbremse zu stoppen. Oost flog dafür vom Platz. FOTO: Achim Thiel / Thiel Achim
Diefflen. Fußball-Oberligist FV Diefflen hat im siebten Spiel nach der Winterpause den sechsten Sieg gefeiert. Der FV bezwang am Samstag Rot-Weiß Koblenz mit 2:1 (1:1). Von Semmler

Gefährlich getretene Eckbälle und Freistöße von Ex-Profi Christian Eggert sind in dieser Saison eines der Erfolgsrezepte des FV Diefflen. Unzählige Tore erzielte der Fußball-Oberligist in dieser Saison schon nach ruhenden Bällen. Auch am Samstag im Heimspiel gegen Rot-Weiß Koblenz führte eine solche Standardsituation zum Siegtor für den FV.


In der 57. Minute zirkelte Eggert eine Ecke an den ersten Pfosten. Dort kam es zu einem Gewühl – und irgendwie landete die Kugel am langen Pfosten. Michael Fritsch stand goldrichtig und drückte das Leder zum entscheidenden 2:1 über die Linie.

„Dabei waren die Standards von Christian heute eigentlich gar nicht so gut wie gewohnt. Aber einer ist bei ihm halt immer dabei, der brandgefährlich ist“, erklärte FV-Trainer Thomas Hofer nach dem Schlusspfiff grinsend.

Auch an der Entstehung des 1:1-Ausgleichs wenige Sekunden vor der Pause war Eggert übrigens beteiligt. Da ging Fabian Poß nach einer Freistoß-Hereingabe des 32-Jährigen im Duell mit Gäste-Kapitän Thilo Kraemer zu Boden. Schiedsrichter Sascha Fischer sah ein Zupfen des Gäste-Akteurs und gab Elfmeter für die Hausherren. Den verwandelte Arthur Mielczarek sicher.

Zuvor war Koblenz vor 325 Zuschauern über weite Strecken der ersten Hälfte die bessere Mannschaft gewesen – und das, obwohl Trainer Fatih Cift unter anderem Torjäger Sacha Engel (zehn Saisontreffer) schonte, weil seine Elf morgen gegen die SF Eisbachtal (Verbandsliga) um den Einzug ins Landespokal-Finale kämpft.



Folgerichtig gingen die Rot-Weißen auch in der 23. Minute in Führung. Der agile Alexis Weidenbach wurde auf der linken Seite freigespielt, lief in den Strafraum und vollstreckte zum 1:0 für die Gäste. Erst kurz vor dem Seitenwechsel hatte Diefflen seine erste Chance. Die war gleich hochkarätig, doch eine Kopfball-Bogenlampe von Kevin Folz landete an der Latte. Durch die Treffer von Mielczarek und Fritsch drehte Diefflen die Partie dennoch.

Fünf Minuten nach dem Tor zum 2:1 für den FV waren die Gäste dann nur noch zu zehnt auf dem Feld. Gäste-Torhüter Tobias Oost fällte den durchgebrochenen Poß kurz vor dem Strafraum – und sah wegen dieser Notbremse Rot. „Der Platzverweis war eine richtige Entscheidung“, gab Gäste-Trainer Cift zu. Doppelt bitter für Koblenz: Da Cift kurz zuvor das dritte Mal gewechselt hatte, musste mit Maximilian Hannappel ein Feldspieler ins Tor.

Diesen doppelten Vorteil konnte Diefflen aber nicht nutzen. „Ab dem Zeitpunkt, als der Feldspieler im Kasten war, haben wir nicht einmal mehr aufs Tor geschossen“, monierte Hofer. Da seine Elf aber in der Defensive nichts mehr zuließ blieb es beim knappen Erfolg der Gastgeber. „Das war eines unserer schlechteren Spiele in dieser Saison. Aber auch so ein Ding muss man halt mal gewinnen“, erklärte Hofer.

Durch die drei Punkte überholte Diefflen den bislang punktgleichen Gegner aus Koblenz in der Tabelle. Die Hofer-Elf belegt nun Rang sieben. Am kommenden Samstag ist der FV um 17.30 Uhr beim abstiegsbedrohten FV Dudenhofen (Tabellen-14.) zu Gast. Der Aufsteiger wehrte sich zuletzt aber mit allen Mitteln gegen den drohenden Abstieg. Vier seiner letzten sechs Spiele konnte Dudenhofen gewinnen.