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Fußball-Oberliga: Diefflen droht ein gravierender Verlust

Fußball-Oberliga : Diefflen droht ein gravierender Verlust

Fußball-Oberligist FV Diefflen empfängt am Samstag um 15.30 Uhr den FV Eppelborn. Für Top-Vorlagengeber Christian Eggert könnte es das vorletzte Heimspiel im Dress der Rot-Weißen werden. Der 32-Jährige wird den Club wohl verlassen.

Christian Eggert ist der gefährlichste Mann bei Standard-Situationen in der Fußball-Oberliga. 24 Treffer bereitete der 32-Jährige Ex-Profi in dieser Saison für den FV Diefflen bereits vor. Zudem erzielte Eggert noch fünf Tore selbst.

Damit war er an fast der Hälfte der 66 Treffer des FV in dieser Spielzeit beteiligt – und das obwohl er überwiegend im defensiven Mittelfeld oder in der Innenverteidigung zum Einsatz kam. „Das ist recht gut gelaufen“, erklärt der 32-Jährige grinsend.

In der kommenden Runde muss Diefflen aber wohl auf gefährliche Ecken und Freistöße verzichten. Denn der aus Herne stammende Defensiv-Akteur, mittlerweile mit seiner Familie in Eiweiler heimisch geworden, wird Diefflen wohl nach dieser Spielzeit verlassen.

Eggert, der für Borussia Dortmund ein Bundesligaspiel bestritt und beim 1. FC Saarbrücken Stammspieler in der 3. Liga war, will’s nämlich noch mal wissen. „Ich habe meine Ausbildung zum Automobilkaufmann abgeschlossen. Jetzt, wo ich ein zweites Standbein habe, würde ich gerne noch einmal höherklassig spielen“, verrät der 32-Jährige. Wo das sein wird, ist aber noch offen. „Ich lasse mir bei dieser Entscheidung Zeit“, sagt Diefflens Standard-Spezialist.

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es aber noch für die Fans des FV. Eggert: „Ich habe dem Verein gesagt, dass ich gehen werde. Sollte aber aus irgendeinem Grund ein Wechsel in eine höhere Liga nicht zustande kommen, kann ich mir auch vorstellen, zu bleiben.“

Denn der 32-Jährige fühlte sich in Diefflen von Beginn an wohl. „Spieler, Verein und auch die Fans haben mich vom ersten Tag an super aufgenommen“, erklärt der Ex-Profi. Bevor sich Eggert im Sommer wohl verabschiedet, will er mit seinem Club noch Rang fünf verteidigen. Vor dem Derby gegen das bereits abgestiegene Tabellenschlusslicht FV Eppelborn hat Diefflen drei Punkte Vorsprung auf die Plätze sechs und sieben. Dort stehen Rot-Weiß Koblenz und der FSV Jägersburg. Besser als Platz fünf wird Diefflen aber nicht mehr abschneiden können. Der Tabellenvierte Eintracht Trier hat bereits zwölf Zähler mehr als die Elf von Spielertrainer Thomas Hofer.

Nichts desto trotz wird Diefflen das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte erreichen. Schon jetzt hat der Club seine bislang höchste Punktzahl in der Oberliga (51) überboten. Und auch die bislang beste Platzierung (Rang zehn in der vergangenen Spielzeit) werden die Rot-Weißen toppen.

Trotzdem findet Eggert: „Es ist ein wenig schade, dass wir unseren guten Lauf nicht schon früher gestartet haben.“ Im Jahr 2018 verlor der FV nur eine von elf Liga-Begegnungen (1:5 beim 1. FC Kaiserslautern II am 31. März). In den anderen zehn Partien holte der FV neun Siege und ein Unentschieden – auch dank der präzisen Standards von Eggert.