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Der Umzug der Frauen-Gender-Bibliothek ist geschafft

Saarbrücken. Rund 80 Gäste kamen zur Wiedereröffnung der Frauen-Gender-Bibliothek in den Hinterhof der Großherzog-Friedrich-Straße 111, wo auch das Ordnungsamt residiert. Doch trotz neuer Räume bleibt die finanzielle Situation der Bibliothek unsicher. sbu

Sie sei ein "Schmuckstück" und als größte Bibliothek für Frauen- und Gender-Themen im Südwesten für Saarbrücken sehr wichtig, betonte Oberbürgermeisterin Charlotte Britz gestern anlässlich der offiziellen Wiedereröffnung der Frauen-Gender-Bibliothek. Mit rund 80 Gästen, darunter Vertreter aller Landtags- und Stadtratsfraktionen, von Frauen- und Berufsverbänden und kooperierenden Bildungseinrichtungen, feierte die Bibliothek den gelungenen Umzug ins neue Domizil in der Großherzog-Friedrich-Straße 111. Der Ausleihbetrieb hat bereits Ende Juni wieder begonnen.

Die Stadt finanziert die Räumlichkeiten, trägt Miet- und Nebenkosten und stellt einen Sach-etat. Das Sozialministerium finanziert die 1,5 Personalstellen, die allerdings jedes Jahr neu beantragt werden müssen. An die anwesenden Politiker appellierte Bibliotheksleiterin Annette Keinhorst daher, dass die Frauenbibliothek nach 23 prekären und finanziell unsicheren Jahren "durch eine Basisfinanzierung im Haushalt nachhaltig abgesichert werden sollte". Dann müssten nicht alle Gelder jedes Jahr neu beantragt werden. Eine solche Zusicherung mochte oder konnte gestern aber keiner der Angesprochenen geben. "Wir haben schon viel gekämpft mit und um die Frauenbibliothek", sagte Gaby Schäfer, Staatssekretärin im Sozialministerium, und fügte hinzu: "Die finanziellen Fragen werden sicher nicht leichter."

Ausdrücklich lobte Schäfer auch die Umbenennung in Frauen-Gender-Bibliothek, da so beide Geschlechter in den Blick genommen werden. Denn nicht nur Frauen, auch Männern steht die Bibliothek offen. Seit Kurzem ist die Frauen-Gender-Bibliothek auch im sozialen Netzwerk Facebook präsent, um dort jüngere Leser zu erreichen.

frauenbibliothek-ev.de