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Fußball-Oberliga
Der Angstgegner schlägt wieder zu

Diefflen. Diefflen kassiert gegen Regionalliga-Absteiger Schott Mainz eine bittere 2:3-Niederlage. Von Philipp Semmler

Der TSV Schott Mainz entwickelt sich zum Angstgegner für Fußball-Oberligist FV Diefflen: Fünf Mal trafen beide Clubs in Ligaspielen aufeinander – fünf Mal siegte das Team aus Rheinland-Pfalz. Auch am Samstag: Da gelang den Mainzern in Diefflen kurz vor Schluss durch Leon Kern der 3:2-Siegtreffer. Und das, obwohl Schott nach einer Gelb-Roten Karte gegen Giorgio del Vecchio ab der 37. Minute nur noch zu zehnt auf dem Feld stand. 


Vor allem mit schnörkellos vorgetragenem Angriffsspiel konnte der neue Tabellendritte aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt überzeugen. Zum ersten Mal nach zwölf Minuten. Da schaltete Schott nach einem Dieffler Ballverlust in der Offensive um. Janek Ripplinger tauchte vor dem Gehäuse auf, umkurvte FV-Torwart Enver Marina, und traf zum 1:0 für die Gäste. „Ich kann noch nicht mal sagen, dass wir da einen Fehler gemacht haben. Das ging alles einfach wahnsinnig schnell“, staunte Hofer.

Schnell schlugen die Gäste auch nach dem Dieffler Ausgleich zurück. Den erzielte Arthur Mielczarek nach einer halben Stunde per Foulelfmeter. Gäste-Torwart Mike Wrobleski hatte zuvor nach einer Hereingabe rustikal Diefflens Stürmer Chris Haase aus dem Weg geräumt.



Stadionsprecher Andreas Montag hatte den Treffer zum 1:1 gerade durchgesagt, da musste er schon wieder zum Mikro greifen. Denn nur 60 Sekunden später gelang Ripplinger nach einem Querpass das 2:1 für Mainz. Vier Minuten danach gab es den nächsten Elfer für die Gastgeber. Wieder wurde Haase gefoult. Mielczarek scheiterte mit dem Strafstoß zunächst an Wrobleski, verwertete aber den Nachschuss zum 2:2.

Und weiter ging es ohne Atempause: Augenblicke nach dieser Szene handelte sich der Mainzer del Veccio nach einem Foul an Michael Fritsch Gelb-Rot ein. In der zweiten Hälfte hatte Diefflen mehrere Chancen zum 3:2. Die größte vergab Merouane Taghzoute, der die Kugel in der 70. Minute aus zwei Metern übers Gehäuse ballerte. Dann kam die ominöse 87. Minute. Mainz schaltete nach einem Dieffler Ballverlust wieder schnell um. Ripplinger flankte, und am zweiten Pfosten drückte Kern die Kugel zum 2:3 über die Linie. In der Nachspielzeit sah Diefflens Lukas Latz noch Gelb-Rot. Diefflen spielt nun am Samstag, 14.30 Uhr, beim Tabellensechsten TSG Pfeddersheim.