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SZ-Serie Frauen in der Kommunalpolitik
„Im sozialen Themenfeld bin ich bis heute tief verwurzelt“

Dagmar Heib.
Dagmar Heib. FOTO: BeckerBredel
Dillingen. „Ich bin als Jugendliche in die JU eingetreten, um in meiner Heimatstadt Dillingen Interessen und Vorstellungen zu benennen und einfach mitreden und mitentscheiden zu können“, erinnert sich Dagmar Heib. Von Nicole Bastong


Dass es die JU war, lag nahe, da Heibs Vater Gründungsmitglied der Dillinger CDU gewesen ist.

Die 55-jährige Juristin sitzt seit vielen Jahren im Stadtrat Dillingen und ist auch Mitglied des saarländischen Landtags. Soziale Themen sind ihr besonders wichtig, sagt Heib: „Da bin ich bis heute tief verwurzelt.“ Denn sie engagiert sich ehrenamtlich noch im Demenz-Verein Saarlouis, beim VdK Saarland oder auch im Familienbund im Bistum Trier und im Zentralkomitee der Katholiken (ZdK).



„Die Ratsarbeit nimmt schon einen großen Teil meiner Abendtermine in Anspruch, verstärkt natürlich durch das Amt der Fraktionsvorsitzenden im Dillinger Rat“, schildert sie. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Ehrenamt ist „ambitioniert“, meint Heib. „Das geht im Grunde nur, wenn die Familie mitmacht.“ Die Dillinger Politikerin ist verheiratet und hat zwei Kinder. „Insbesondere die Kombination von Stadtratsmandat und Landtagsmandat, das heißt, Ehrenamt und Hauptamt, war und ist nicht immer einfach.“ Große Unterstützung erhalte sie durch die Fraktionskollegen.

„Für mich ist immer wichtig, mit den Menschen im Gespräch zu sein. Ideen vor Ort auszutauschen und zu diskutieren und den Menschen zuzuhören“, erklärt Heib. Kommunalpolitisch wolle sie „ein lebens- und liebenswertes Dillingen gemeinsam mit den Bürgern“ gestalten.

Damit mehr Frauen den Weg in die Kommunalpolitik wagen, stellt Heib sich seit vielen Jahren im Mentorinnenprogramm der Frauen-Union zur Verfügung. „In diesem Jahr sind es 31 Paare von Mentor oder Mentorin und Mentee. Information, Diskussion, Netzwerken, das sind nur drei Aspekte dieses Programms, das Frauen Lust auf Politik machen soll“, beschreibt sie. Es soll Frauen ermutigen, auch durch politische Arbeit Verantwortung in unserer Gesellschaft zu übernehmen. „Das macht immer wieder Spaß und wenn ich heute so schaue, sind meine ,alten’ Mentees schon vielfältig verantwortlich“, freut sich Heib.