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Kunst in Dillingens City
Und plötzlich steht da ein wilder Gepard

Zum Glück ist er nicht lebendig: Die Skulptur eines laufenden Geparden von Jivko in der Dillinger Stummstraße im Rahmen des Projektes „Skulpturen in der City“ sorgt für reichlich Aufsehen.
Zum Glück ist er nicht lebendig: Die Skulptur eines laufenden Geparden von Jivko in der Dillinger Stummstraße im Rahmen des Projektes „Skulpturen in der City“ sorgt für reichlich Aufsehen. FOTO: Johannes A. Bodwing
Dillingen. Zum Glück handelt es sich nur um Kunst. Das Raubtier ist Teil der öffentlichen Galerie „Skulpturen in der City“ in Dillingen. Von Johannes Bodwing

Als sei er mitten im Lauf eingefroren, steht ein Gepard auf einer Pfote in der Dillinger Stummstraße. Am Gleisdreieck stemmt sich ein Löwe gegen den Wind, nur einige Meter weiter sitzt unbekümmert ein Junge im Matrosenanzug auf einem Betonblock.


Diese Figuren sind Teil der öffentlichen Kunstgalerie „Skulpturen in der City“. Damit bringt der Wallerfanger Kunstorganisator Claus Zöllner zum zweiten Mal nach 2017 zeitgenössische französische Künstler ins Zentrum von Dillingen.

Das Projekt erfolgt im Rahmen des „Kunstsommer Dillingen“ und in Kooperation mit dem Citymarketing. Skulpturen aus Bronze, Holz und Fiberglas sind verteilt vom Bereich der Lotteriestraße, über die obere Stummstraße bis in die Hüttenwerkstraße. Während der Geschäftszeiten stehen fünf der Objekte auf Blöcken im öffentlichen Raum, 63 weitere finden sich in Schaufenstern von 16 Geschäften sowie in der KSK-Filiale.



Viele der zwölf renommierten Künstler und Bildhauer aus Frankreich stellen in großen Museen und Galerien aus. Dazu zählt unter andern der Tierbildhauer Vassil.

Wie Maschinenwesen wirken die bronzenen Menschen des Künstlers Jivko. Vor allem Jeans und Hände betont Françoise Abraham mit ihren Objekten aus Kunstharz. Mit einem Faible für Karikaturen kreiert Bruno Marty seine bunten Holzskulpturen, beispielsweise die von Michael Jackson und Angela Merkel.

Die „Skulpturen in der City“ sind Teil eines Konzeptes, mit dem Claus Zöllner Akzente für die Kunst in Dillingen setzt. „Mit dem Skulpturenpfad wollen wir die Besucher neugierig auf die ausgestellte Kunst und auf das vielfältige Angebot im Dillinger Einzelhandel machen“, stellte Zöllner dar. Umrahmt wird das Projekt von einer Kunstsommer-Tombola, bei der es zahlreiche Preise zu gewinnen gibt. Der Erlös kommt der Aktion „Hilf-Mit!“ der Saarbrücker Zeitung sowie der Aktion „Herzenssache“ des Saarländischen Rundfunks zugute. Die Teilnahme ist möglich über den Kauf eines Loses in den teilnehmenden Geschäften oder indem der Besuch all dieser Geschäfte jeweils mit Stempel auf dem Flyer zu „Skulpturen in der City“ bestätigt wird.

Zum Abschluss des Dillinger Kunstsommers zeigt Zöllner in Kooperation mit der Stadt Dillingen Skulpturen von Françoise Abraham.

Die international ausstellende französische Künstlerin fertig beeindruckende Objekte aus Harz wie dreidimensionale lebensfrohe Gemälde. Diese Kunstausstellung beginnt am Sonntag, 30. September,
11 Uhr, mit einer Vernissage in der Dillinger Stadthalle.

Zu sehen sind die Skulpturen bis Sonntag, 21. Oktober, Öffnungszeiten jeweils Dienstag bis Sonntag, 11 Uhr bis 18 Uhr.