Carolin hat alles im Griff

Dillingen. In der Kreissporthalle in Dillingen ist richtig was los. Hier, im Leistungszentrum der Turngemeinschaft Saar, springen, balancieren, turnen und hüpfen 110 Mädchen im Alter zwischen sechs und 16 Jahren um die Wette. Es geht um die Gaumeisterschaften der Turnjugend Saar-Mosel, zu der die Kreise Saarlouis und Merzig-Wadern gehören

Dillingen. In der Kreissporthalle in Dillingen ist richtig was los. Hier, im Leistungszentrum der Turngemeinschaft Saar, springen, balancieren, turnen und hüpfen 110 Mädchen im Alter zwischen sechs und 16 Jahren um die Wette. Es geht um die Gaumeisterschaften der Turnjugend Saar-Mosel, zu der die Kreise Saarlouis und Merzig-Wadern gehören. Eine, die bereits richtig gut turnen kann, ist Carolin Kuhn (9 Jahre) aus Lebach. "Ich mache das seit fünf Jahren", erzählt Carolin, deren Lieblingsdisziplin das Bodenturnen ist. "Bis jetzt ist es bei der Meisterschaft gut gelaufen." Verwunderlich ist das nicht, denn: "Ich war schon mal Saarlandmeisterin und Vize-Meisterin." Letzteres sowohl im Einzel als auch mit ihrer Mannschaft, dem TV Lebach. In der Lebacher Erich-Kästner-Halle trainiert Carolin drei Mal die Woche unter den Augen von Anne-Kathrin Hoffmann. Die 23-Jährige ist nicht nur Jugend-Trainerin des TVL, sondern auch Kinderturnwartin des Turngaus Saar-Mosel. Und als solche hat sie die Gaumeisterschaften in Dillingen mitorganisiert. "Da ist es schon besonders toll, wenn die Mädchen, mit denen man das ganze Jahr über trainiert, vorne mit dabei sind", gesteht sie mit einem Lächeln. Gleich zehn Lebacher Nachwuchsturnerinnen quer durch alle Altersklassen haben sich in Dillingen einen Platz auf dem Treppchen gesichert. Und das bedeutet, "dass sie für die Saarlandmeisterschaften, die am 9. und 10. Mai in Dillingen ausgetragen werden, qualifiziert sind. Denn jeweils die ersten drei eines Jahrganges dürfen zum Landesfinale."Wertungstechnisch geht es bei den kleinen Turnerinnen indes zu wie bei den großen: Es gibt eine A- und eine B-Note. "Bei der Notenvergabe wird darauf geachtet, dass die Mädchen möglichst gerade abspringen, dass die Beine gestreckt sind und dass sie mit parallelen Füßen landen", erläutert Hoffmann, worauf die Wertungsrichter schauen.Besser noch kann das Karin Steinmetz erklären, denn die heute 58-Jährige hat mit 16 Jahren als Kampfrichterin begonnen und ist seither dabei: "Wenn ein Mädchen beispielsweise die Übung P9 turnt, dann gibt es da bestimmte Elemente, die einfach drin sein müssen. Dafür gibt es dann neun Punkte in der A-Note." Fehlt ein Element, gibt es Punktabzüge.Bei der B-Note wird die Ausführung benotet, "also Technik, Beinhaltung, Körperhaltung und solche Dinge", erklärt Steinmetz. Zehn Punkte können hier vergeben werden. Insgesamt 59,85 Gesamtpunkte erturnte übrigens Carolin Kuhn in den vier Turnbereichen Sprung, Boden, Balken und Reck. Damit fährt sie im Mai als Erstplatzierte des Jahrgangs 1999 zu den Saarlandmeisterschaften nach Dillingen. (siehe auch Zahlen)