Bittere Ausfälle vor der Heimpremiere

Bittere Ausfälle vor der Heimpremiere

Beim Oberliga-Comeback gingen die Handballfreunde Merzig-Brotdorf am vergangenen Wochenende leer aus. Im ersten Heimspiel gegen Mitaufsteiger TV Moselweiß wollen sie an diesem Samstag erstmals punkten, auch wenn die torgefährliche „Flügelzange“ derzeit klemmt.

Samstag, 19.30 Uhr, Thielspark-Halle Merzig: Wenn die HF Merzig-Brotdorf den TV Moselweiß zum ersten Heimspiel der Saison empfangen, bekommen die Fans nach einem Jahr Zwangspause endlich wieder Oberliga-Handball serviert. Nach dem Durchmarsch in der Saarlandliga kehren die Wölfe auf die überregionale Handball-Bühne zurück, mit großem Elan, dem ehrgeizigen Ziel Klassenverbleib und unbekannten Gesichtern. Neu dabei sind Andrej Kessler (Tor), Julius Rost (Kreis), Gabor Karap, Marco Lauer, Jan Kreibig und Dorian Vallet (Rückraum). Letzterer wird bei der Heimspiel-Premiere im Mittelpunkt stehen. Der Franzose, der in Metz und danach ein Jahr in der luxemburgischen ersten Liga spielte, überzeugte in den Testspielen als gefährlicher Torjäger und ideenreicher Regisseur. Bei seinem Liga-Einstand will sich der Student der Ingenieurwissenschaften den Fans natürlich von seiner besten Seite präsentieren. Die ersten Oberliga-Punkte wären am 20. Geburtstag natürlich ein ideales Geschenk.

Beim Saisonstart in Budenheim wurde dem Aufsteiger am vergangenen Wochenende nichts geschenkt. Nervosität und die schwache Torausbeute waren schuld an der 19:25-Niederlage. "Deshalb haben wir am Wurf-Bild und an der Feinabstimmung in der Abwehr gearbeitet", berichtet HF-Trainer Thomas Schmitt. Mit einer aggressiveren Abwehr und konzentrierteren Abschlüssen von den Positionen wollen die Wölfe den Mitaufsteiger zu Hause niederringen. Tempogegenstöße und dynamische Attacken auf den Außenbahnen wären weitere Optionen.

Doch ausgerechnet die sonst so erfolgreiche "Flügelzange" kann diesmal nicht zupacken. Genauer: Linksaußen Sebastian Klein und Rechtsaußen Laszlo Kincses müssen sich das Spiel wegen Arm- und Kniegelenksproblemen von der Tribüne aus anschauen. "Unsere besten Torjäger haben in der Vorsaison zusammen über 300 Tore geworfen. Ihr Ausfall ist bitter", stöhnt Schmitt. Doch es hätte schlimmer kommen können. Die erste Diagnose Kreuzbandriss nach Kincses‘ Verletzung im Test gegen Vallendar bewahrheitete sich zum Glück nicht. "Es scheint sich nur um eine Entzündung im Kniegelenk zu handeln. Laszlo hat wieder mit leichtem Lauftraining begonnen. Vier Wochen fällt er aber sicher aus", glaubt Schmitt. Auch Klein wird seinen rechten Wurf-Arm noch eine Weile schonen müssen. Tamas Nemeth und Julius Rost springen ein. Die gleiche Torgefahr strahlen der Rückraum-Schütze auf Linksaußen und der Kreisspieler auf Rechts aber nicht aus. "Die Flügelzange funktioniert nur eingeschränkt, ansonsten ist mein Team aber topfit. Und es brennt darauf, die ersten Punkte einzufahren", verrät Schmitt.