Besuch beim Bannstein stößt auf großes Interesse

Besuch beim Bannstein stößt auf großes Interesse

Dörsdorf/Steinbach. Fast 30 Interessierte aus Dörsdorf und Steinbach nahmen an der Bannbegehung entlang der Banngrenze im Bereich des Schöngesköpfchen teil, um den vor 260 Jahren an der Grenze gesetzten Dreibannstein zu finden. Dieser wurde von dem lothringischen Vermesser Henry le Clerc und einigen Steinbacher Gemeindeleuten am 17. April 1753 in Hüttenschlacke eingebettet

Dörsdorf/Steinbach. Fast 30 Interessierte aus Dörsdorf und Steinbach nahmen an der Bannbegehung entlang der Banngrenze im Bereich des Schöngesköpfchen teil, um den vor 260 Jahren an der Grenze gesetzten Dreibannstein zu finden. Dieser wurde von dem lothringischen Vermesser Henry le Clerc und einigen Steinbacher Gemeindeleuten am 17. April 1753 in Hüttenschlacke eingebettet.Nachdem Peter Schneider, Revierleiter im Urwald vor den Toren der Stadt Saarbrücken, mittels der Geokoordinaten eine alte Eiche und den vermuteten Umkreis des Steins eingegrenzt hatte, gelang es Christof Kirsch aus Steinbach den unter dickem Laub versteckten Stein ausfindig zu machen.

Der Dreibannstein wurde nicht aus behauenem Sandstein angefertigt, sondern besteht aus dem ortsüblichen Felsstein, dessen Kopf in Quadratform behauen wurde. Landesherrschaftliche Zeichen sind auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Die Vermessung der Steinbacher Gemeindewälder im Oberamt Schaumburg wurde von der Wasser- und Forstbehörde in Bouzonville im Jahr 1752 angeordnet.

Die Grenzsteine stellen heute ein bedrohtes, schützenswertes Kulturgut dar. Daher soll der Stein in die Denkmalliste aufgenommen werden. Zudem sollen die geografischen und geschichtlichen Wechselwirkungen, die mit dem Grenzstein als dreidimensionales Zeitzeugnis verbunden sind, schriftlich für eine Publikation über die Wälder aufgearbeitet werden. red