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Zeitzeugen
Begegnung mit Zeitzeugen aus der Ukraine

Dillingen. Seit mehr als 30 Jahren kommen Gäste aus Osteuropa zur Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) nach Dillingen. Kooperationspartner der KEB im Kreis Saarlouis ist das Maximilian-Kolbe-Werk in Freiburg. red

Zurzeit sind sechs Frauen und Männer zu einem Erholungs- und Begegnungsaufenthalt im Saarland. Sie sind in Kiew und Umgebung beheimatet und zwischen 88 und 78 Jahre alt. Einige Jahre ihres Lebens verbrachten sie in Ghettos, etwa in Brody, Mogiliow oder Berschad – oder sie lebten im Versteck.


Im Rahmen des Zeitzeugen-Kooperationsprojekts der KEB „Fragt uns! Wir sind die letzten  . . .“ erzählen sie von ihren Erlebnissen. Den Schwerpunkt der Begegnungen bilden Berichte der eigenen Erlebnisse im Krieg und während der deutschen Besatzung, meistens als Kinder in Konzentrations- und Arbeitslagern oder Ghettos und auf der Flucht. Es werden auch mehrere Schulen besucht. Den Gästen ist es dabei wichtig, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. 

Der KEB-Vorsitzende Horst Ziegler lädt jetzt zu einer öffentlichen Veranstaltung mit den Zeitzeugen aus der Ukraine ein: „Wir wollen in diesem Jahr eine sogenannte offene Begegnung durchführen. Unter dem Motto ‚Freunde unter Freunden‘ laden wir für Donnerstag, 4. Oktober, 15 Uhr, ins Oswald-von-Nell-Breuning-Haus nach Dillingen, Friedrich-Ebert-Straße 14, ein. Unsere Gäste aus der Ukraine werden dabei sein und über ihr Leben informieren. Vor allem wollen sie aber auch mit uns Deutschen ins Gespräch kommen. Es soll ein ernstes, aber doch hoffnungsvolles Miteinander von ehemaligen KZ-Häftlingen und Deutschen sein.“ Gleichzeitig wird den Menschen aus Osteuropa auch gezeigt, wie Deutschland mit seiner Vergangenheit umgeht.



Aus organisatorischen Gründen bittet die KEB um Anmeldung unter Telefon (0 68 31) 7 60 20.